Leichtathletik Fettverbrennung ohne Schnee

Langsamer Walzer | Neujahrslauf durch den Englischen Garten

Einen gemütlichen Start in das Sportjahr 2017 verspricht der traditionelle Neujahrslauf am 1. Januar. Statt sportlicher Höchstleistungen steht die nachweihnachtliche Besinnlichkeit im Fokus der Veranstalter. Dementsprechend wird es beim Neujahrslauf keine Zeitmessungen geben, der Start wird von Walzermusik untermalt und im Ziel warten Getränke und Lebkuchen statt Trophäen. Die sieben Kilometer lange Strecke führt vom Hofgarten aus in den Englischen Garten, vorbei an Monopteros und Chinesischem Turm und wieder zurück. Los geht es um 12 Uhr, weitere Informationen unter: www.neujahrslauf-muenchen.de

2600 Sportler werden zum Silvesterlauf im Olympiapark erwartet - bei frühlingshaftem Wetter

Von Philipp Jakob

Plätzchen, Lebkuchen, Weihnachtsgans: Die zweifellos leckeren Begleiterscheinungen der Feiertage sind für ambitionierte Hobbysportler auch ein Desaster. Vollgeschlagene Bäuche wirken sich bekanntlich nicht gerade förderlich auf die Konstitution aus - und am Silvesterabend geht es ja schon weiter mit der Völlerei. "Irgendwie muss man nach den Weihnachtsfeiertagen das Fett wieder wegbekommen", weiß Benedikt Eich. Und das spreche eindeutig für den Silvesterlauf, den er organisiert und der an diesem Samstag wieder zahlreiche Münchner und Sportler aus aller Welt in den Olympiapark lockt.

Der München Road Runners Club (MRRC), einer der größten Laufvereine Bayerns und seit einigen Jahren Mitglied der LG Stadtwerke München, veranstaltet das Event bereits zum 33. Mal. Eich erwartet gut 2600 Teilnehmer zum sportlichen Jahresabschluss, die sich entweder auf der Zehn-Kilometer-Strecke quer durch den Olympiapark messen oder in den drei anderen Disziplinen (ein Fünf-Kilometer-Lauf, ein Schülerlauf über zwei Kilometer und eine 600-Meter-Kinderstrecke) antreten. Der MRRC hatte die Strecke vor einigen Jahren offiziell vom Deutschen Leichtathletik-Verband vermessen lassen, der Wettkampf ist damit bestzeitfähig. "Wer einen Weltrekord laufen will, kann das gerne machen", sagt Eich augenzwinkernd - wohl wissend, dass der Silvesterlauf doch eher eine Breitensportveranstaltung ist.

Auch Eich selbst wird keinen Weltrekordversuch unternehmen. Er fühlt sich auf der Marathonstrecke ohnehin wohler, außerdem gibt es für ihn als Organisationsleiter Wichtigeres zu tun. Wobei sich der Vorbereitungsstress in Grenzen hält: "Dieses Jahr ist es recht flüssig gelaufen, ich weiß auch nicht warum", sagt Eich lachend. Möglicherweise findet sich eine Erklärung oben auf dem Gipfel des Olympiabergs. Dort machte sich von 2011 bis 2015 neben dem Silvesterlauf der alpine Parallel-Slalom breit - mehr oder weniger zumindest, denn in drei der fünf Fälle musste der geplante Weltcup mangels Schnee kurzfristig wieder abgesagt werden.

Mittlerweile spielt er in den Plänen des Olympiaparks rund um Silvester und Neujahr keine Rolle mehr, für die Organisatoren des MRRC macht das die Sache einfacher. "Ich bin erleichtert, weil dadurch wieder mehr Streckenvariationen möglich sind", erklärt Eich. Nicht nur die verschwundene Parallelveranstaltung erleichtert ihm die Planung, auch auf vereiste oder vom Schnee blockierte Wege muss er diesmal keine Rücksicht nehmen. "Es ist schönstes Wetter angesagt", freut sich Eich. Sonnenschein, frühlingshafte sechs bis sieben Grad, ungewöhnlich gute Laufbedingungen für Ende Dezember.

Für den reibungslosen Ablauf sind 80 Helfer eingeteilt, die meisten sind aktive Mitglieder im MRRC. "Mit den Laufkollegen das Jahr ausklingen lassen und nach getaner Arbeit feiern", das mache für sie wie für Eich den besonderen Reiz des Silvesterlaufs aus. Entsprechend groß ist seine Vorfreude auf den Abschluss des Münchner Sportjahres.