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Kolumne "Formsache":"201 Tage ohne Bier"

Steffen Marx in München, 2019

Er ist kein Brauer. Sondern Chef. In einer Garage in Untergiesing hat Steffen Marx, 42, seine erste Brauanlage betrieben. Daraus wurde Giesinger Bräu. Der Erfolg kam zu schnell, um noch ein Braustudium zu absolvieren. Demnächst wird sein Bier im Münchner Norden produziert.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Selfbrewed-Mann mit zentnerleichter Hochsprung-Erfahrung, eigener Fitness-Formel und olympischen Ambitionen im Schachspiel sowie im Fliegenfischen: Giesinger-Bräu-Chef Steffen Marx.

SZ: Sport ist ...

Steffen Marx: ... ein Muss für Leute ab 43.

Ihr aktueller Fitnesszustand?

V = ⁴/₃ π r³ (Formel zur Volumenberechnung, Anm. d. Red.).

Felgaufschwung oder Einkehrschwung?

Bei falscher Technik hängt man ja bei beiden mal schnell durch. Also dann eher Zweiteres.

Sportunterricht war für Sie?

Sehr viel einfacher als heute - damals minus 55 Kilogramm.

Ihr persönlicher Rekord?

201 Tage ohne Bier. Und im Hochsprung 1,40 Meter, mit 15.

Stadion oder Fernsehsportler?

Dahoam is dahoam.

Bayern oder Sechzig?

Angst und Geld hatten wir noch nie.

Ihr ewiges Sport-Idol?

Fredi Dobler, Handballer.

Ein prägendes Erlebnis?

Bogenschießen mit Matthias und Gattin, unglaublich anstrengend.

In welcher Disziplin wären Sie Olympiasieger?

Mit einem Trainer wie Dr. Hanfland bestimmt im Fliegenfischen (Sebastian Hanfland ist Geschäftsführer des Landesfischereiverbands Bayern).

Mit welcher Sportlerin/welchem Sportler würden Sie gerne das Trikot tauschen?

Magnus Carlsen, ELO 2882 (norwegischer Schachweltmeister).

Unter der Rubrik "Formsache" fragt die SZ jede Woche Menschen nach ihrer Affinität zum Sport. Künstler, Politiker, Wirtschaftskapitäne - bloß keine Sportler. Wäre ja langweilig.

© SZ vom 27.02.2020
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