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Lockdown im Sport:"Kinder verlieren einen wichtigen Halt"

Schueler der Grundschule Otternhagen spielen in der Pruefstelle des Bundessortenamtes auf WM Rasen

"Jede Minute Bewegung ist wertvoll": Ob im Verein, in der Schule oder allein im Freien: Sport ist für Heranwachsende auch und gerade in Corona-Zeiten unverzichtbar.

(Foto: Ronny Hartmann/photothek.net; imago/imago/photothek)

Sportlehrer und Vereinstrainer Florian Bau spricht über den unterschätzten Schulsport, die Folgen von geschlossenen Sportstätten - und erklärt, welche Nachteile ein Jahr ohne Sport für Kinder hat.

Interview von Andreas Liebmann

Florian Bau lacht. Seine Reaktion kommt zeitversetzt und blechern, ganz lockdowngemäß aus einem Videochat heraus. Klar kenne er diese Fotos, die man noch immer googeln kann: Man sieht ihn an Ringen turnen, lange Haare werden von einem Kopftuch zusammengehalten - ein ungewöhnlicher Anblick für diese Sportart. Neun Jahre ist das her. Mit dem TSV Buttenwiesen turnte er damals in der zweiten Bundesliga, zwei Jahre später sogar in der ersten. Inzwischen hat sich Bau wieder einen seriöseren Haarschnitt zugelegt, schließlich unterrichtet der 34-Jährige im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen als Sportlehrer an Mittelschulen. Nebenbei betreibt er eine eigene kleine Sportschule, er gibt Parkour- und Schwimmkurse und ist Vereinstrainer für Turnen beim TV Schliersee. In all diesen Bereichen des Sports treibt ihn dieselbe Frage um: Wie wird sich die Corona-Pandemie mit ihren Lockdowns wohl langfristig auf Kinder und Jugendliche auswirken?

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