Handball Allach gut wie nie

Landesligist verliert zwar das Pokal-Finale, zieht dennoch inden DHB-Amateurpokal ein.

In der Liga sind die Allacher Handballer das Maß aller Dinge, jetzt hat die Mannschaft von Trainer Kurt Neumaier auch im Pokal gezeigt, dass mit dem ambitionierten Süd-Landesligisten zu rechnen ist. Der TSV Allach hat zwar das Finale im Final-Four-Turnier um den bayerischen Pokal verloren, als Finalist haben sich die Allacher dennoch für den neu geschaffenen Amateur-Pokalwettbewerb des Deutschen Handballbunds (DHB) qualifiziert.

"Das ist der größte Vereinserfolg bisher", freute sich TSV-Pressesprecher Rainer Aufleger. Das Konzept des Klubs, verstärkt auf die eigene Jugend zu setzen, scheint aufzugehen. Dabei offenbart sich die Tatsache, dass die A-Jugend die Qualifikation zur Bundesliga knapp verpasst hatte, zunehmend als Vorteil. Denn Neumaier hat dadurch deutlich bessere Möglichkeiten, die größten Talente aus dem Jugendbereich in die erste Herrenmannschaft einzubauen. Was bei einem fordernden Bundesliga-Spielbetrieb der Jugendlichen wohl kaum zu realisieren gewesen wäre.

Im Halbfinale in Auerbach mussten die Allacher, die ohne ihren ungarischen Toptorschützen Sandor Virag angereist waren, alle Kräfte aufbieten, um den TSV Rothenburg auszuschalten. Der ehemalige Regionalligist ist Zweiter der Landesliga Nord, wo er mit Erlangen-Bruck dem Rest des Feldes weit entrückt ist. 28:28 stand es nach der regulären Spielzeit, das Siebenmeterwerfen gewann der TSV mit 5:3.

Dass gegen den gastgebenden Drittliga-Absteiger und aktuellen Bayernliga-Zweiten SV Auerbach wenig auszurichten sein wird, ließ sich schon nach dessen 36:25-Erfolg gegen den Bayernliga-Kontrahenten TG Landshut im zweiten Halbfinale erahnen. So kam es auch, Auerbach holte sich mit einem 38:24-Triumph die bayerische Pokal-Krone. Nun gilt es für die Allacher, die so erfolgreiche erste Saisonhälfte fortzusetzen, der TSV hat bekanntlich bisher alle Punktspiele gewonnen.