Fußball Christian Doll vor Wechsel nach Pipinsried

Dachauer Stürmer soll beim Bayernliga-Spitzenreiter den verletzten Serge Yohoua ersetzen

"Ein paar hundert Leute", so erzählt Konrad Höß, hätten sich auf der Weihnachtsfeier des FC Pipinsried versammelt, unter ihnen der am Meniskus verletzte Torjäger Serge Yohoua. Der eröffnete dem FCP-Präsidenten, dass er sich nicht wie geplant über Weihnachten unters Messer legen werde, sondern erst mal zum Heimaturlaub in die Elfenbeinküste reist. Somit fällt der beste FCP-Stürmer für den Rückrundenstart aus, was Spielertrainer Tobias Strobl Sorgenfalten auf die Stirn getrieben habe. Doch der umtriebige Strobl hatte schon eine gute Idee für Abhilfe, denn die Offensive des Bayernliga-Tabellenführers stellt sich seit einiger Zeit stark ausgedünnt dar: Armin Lange und Dominik Schön fallen noch länger verletzt aus, Michael Holzhammer macht eine Weltreise. Zwar wurde bereits der ehemalige Profistürmer Ruben Popa verpflichtet, doch für den angepeilten Aufstieg in die Regionalliga wüsste Strobl gerne noch einen torgefährlichen Mann im Kader: Christian Doll. Der spielt zwar noch beim Bayernliga-Konkurrenten TSV Dachau, doch das dürfte sich noch in diesem Jahr ändern.

Beim Aufsteiger ist Doll nicht so recht glücklich, auch die Dachauer hatten sich mehr erwartet. Strobl dagegen weiß genau, was auf ihn zukommt, er hat mit Doll beim FC Ingolstadt II zusammen in der Regionalliga gespielt. Danach trennten sich ihre Wege, Mittelstürmer Doll zog über die Stationen Aindling und Aichach nach Dachau weiter, Strobl ist mittlerweile Spielertrainer beim Bayernliga-Primus Pipinsried. Es haben bereits einige Gespräche stattgefunden, ist zu hören, Höß sei sich mit Doll bereits einig, Strobl sowieso. Fehlt das Einverständnis aus Dachau, und auch der TSV sendet positive Signale aus. Es ist wie im Fußball üblich: Keiner der Beteiligten will sich final äußern, doch dass Doll im kommenden Jahr die Seiten wechselt, scheint beschlossene Sache.