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Formsache:Länger als Bill Clinton

Heio von Stetten in München, 2019

Heio von Stetten, 60, als Spross einer Patrizierfamilie in Aystetten bei Augsburg geboren, absolvierte nach dem Abitur eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München und spielte am Münchner Volkstheater. Seit den Neunzigern ist er auf dem Bildschirm präsent, seine Filmografie umfasst mehr als 100 Produktionen.

(Foto: Stephan Rumpf)

Es muss nicht immer Edelmetall sein, meint der Schauspieler Heio von Stetten. Gips tut es auch.

SZ: Sport ist...

Heio von Stetten: ...meine zweitliebste körperliche Betätigung.

Ihr aktueller Fitnesszustand?

Gut.

Felgaufschwung oder Einkehrschwung?

Früher 1, heute 2.

Sportunterricht war für Sie?

Eines meiner bevorzugten Unterrichtsfächer. Ich konnte noch nie lange still sitzen.

Ihr persönlicher Rekord?

Bin 1989 beim Münchner Stadtlauf den Halbmarathon gelaufen. Bill Clinton war damals auch dabei, hat aber nur die zehn Kilometer absolviert.

Stadion oder Fernsehsportler?

Zurzeit leider nur Fernsehsportler.

Bayern oder Sechzig?

Bayern.

Ihr ewiges Sport-Idol?

Die Stute Halla, die 1956 (bei den Olympischen Spielen in Stockholm, Anm. d. Red.) die Goldmedaille im Springen für ihren Reiter Hans Günter Winkler gewann, als sie ihren verletzten und der Bewusstlosigkeit nahen Reiter im Alleingang durch den Parcours trug.

Ein prägendes Erlebnis?

Mit 14 habe ich mir beim Voltigiertraining für unsere Weihnachtsfeier das Bein gebrochen. Das Mädchen, in das ich damals verliebt war, ließ sich aber auch durch den Gips beeindrucken: Es muss also nicht immer eine Medaille sein!

In welcher Disziplin wären Sie Olympiasieger?

Im Lesen wirklich richtig dicker Bücher.

Mit welcher Sportlerin/welchem Sportler würden Sie gerne das Trikot tauschen?

Mit Edson Arantes do Nascimento, dem besten Fußballspieler des 20. Jahrhunderts: Pelé.

Unter der Rubrik "Formsache" fragt die SZ jede Woche Menschen nach ihrer Affinität zum Sport. Künstler, Politiker, Wirtschaftskapitäne - bloß keine Sportler. Wäre ja langweilig.

© SZ vom 19.11.2020

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