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"Formsache":Boxen wie das Känguru

Rosalie Thomass Actress Fff Reception, 2018 Munich International Film Festival Praterinsel, Munich, Germany 05 July 2018

2018 gewann die Münchnerin Rosalie Thomass den Deutschen Schauspielerpreis, für ihre Hauptrolle in „Eine unerhörte Frau“. An diesem Donnerstag ist sie im ZDF in der letzten Folge des Dreiteilers „Unterleuten“ zu sehen. Und im Kinofilm „Die Känguru-Chroniken“ verdreht sie zurzeit als Nachbarin Maria dem Kleinkünstler Marc-Uwe den Kopf.

(Foto: Imago/Mary Evans)

Die Münchner Schauspielerin Rosalie Thomass treibt Sport, bis der Arzt kommt. Ihr sportliches Idol ist sie selbst - in jüngeren Jahren und in Höchstform.

SZ: Sport ist...

Rosalie Thomass: ... mein Methadon in drehfreien Zeiten.

Ihr aktueller Fitnesszustand?

Bedenklich.

Felgaufschwung oder Einkehrschwung?

Einkehr! Ins Wirtshaus. An Guadn!

Sportunterricht war für Sie?

Eine Qual. Bis heute werde ich beim Sporttreiben angesprochen, ob ich einen Arzt bräuchte, weil ich nach wenigen Minuten knallrot bin und scheinbar aussehe, als stünde mein Ende kurz bevor. Das fand ich in der Pubertät gar nicht witzig.

Ihr persönlicher Rekord?

Zwei kleine Kinder und still alive.

Stadionbesucherin oder Fernsehsportlerin?

Am liebsten selber kicken im Garten.

Bayern oder Sechzig?

Im Zweifel will ich vor allem ein gutes Fußballspiel sehen. Dazu gehört für mich auch mal ein kleines Wunder - bei Bayern ist der Sieg Routine, das finde ich eher langweilig.

Ihr ewiges Sport-Idol?

Ich selbst, in sportlicher Höchstform - für immer unerreichbar.

Ein prägendes Erlebnis?

Schulsport: Langlaufen an der Isar bei 15 Grad plus. Vielleicht eher traumatisch als prägend.

In welcher Disziplin wären Sie Olympiasiegerin?

Im Boxen.

Mit welcher Sportlerin/welchem Sportler würden Sie gerne das Trikot tauschen?

Manuel Neuer. Ich wäre gerne Torwart geworden.

Unter der Rubrik "Formsache" fragt die SZ jede Woche Menschen nach ihrer Affinität zum Sport. Künstler, Politiker, Wirtschaftskapitäne - bloß keine Sportler. Wäre ja langweilig.

© SZ vom 12.03.2020 / SZ

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