FC Pipinsried Sein Vorvorvorvorvorvorvorvorvorvorgänger

Wiedersehen nach fast zehn Jahren: Von 2007 bis 2009 war Marcel Richter selbst Spielertrainer beim FC Pipinsried.

(Foto: DAH)

Marcel Richter wird künftig Pipinsrieds Spielertrainer Fabian Hürzeler assistieren. Bis 2009 lenkte der 37-Jährige noch selbst das Spiel des Regionalligisten.

Von Christoph Leischwitz, Pipinsried

Roman Plesche hatte Dutzende E-Mails und Anrufe bekommen in den vergangenen Wochen, nachdem Manfred Bender als Trainer beim FC Pipinsried zurückgetreten war. Umgekehrt hatte der Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten natürlich auch selbst einige bekannte Trainer angefragt, darunter Peter Gaydarov vom Landesligisten SpVgg Landshut, der ablehnte (er wechselt in die Jugend des 1. FC Nürnberg). Nach dieser langwierigen Suche lag die Lösung letztlich quasi unmittelbar vor der Haustür: Denn der gesuchte neue Co-Trainer von Spielercoach Fabian Hürzeler wird nun Marcel Richter, der erst Anfang November überraschend beim Bayernligisten TSV 1865 Dachau als Sportdirektor zurückgetreten war.

Für Plesche ist es ein naheliegender Schritt, nicht nur aus geografischen Gründen. "Marcel ist ein super Typ, das passt auch charakterlich, und das können wir jetzt brauchen", ist sich Plesche im Hinblick auf den bevorstehenden Abstiegskampf sicher. Außerdem sei Richter einer, der "sofort den Zugang zur Mannschaft hat", auch deshalb, weil er aus seiner Dachauer Zeit mehrere Spieler kennt, die jetzt für Pipinsried kicken, zum Beispiel Oliver Wargalla. Richter selbst sagt, er habe nach seinem nicht ganz harmonischen Abschied in Dachau überlegt, ob er überhaupt wieder ins Fußballgeschäft einsteigen wolle, oder ob er nicht einfach mal eine Pause macht. Auch er spricht von zahlreichen Angeboten, zwei davon seien attraktiv gewesen. Darunter war der Trainerposten beim Landesligisten VfB Hallbergmoos. Aber in der Regionalliga zu arbeiten, sei natürlich sehr reizvoll, sagt Richter, wenngleich nun ein "hartes Stück Arbeit" auf ihn warte beim Tabellenvorletzten.

Dass er sich selbst nun in sehr kaltes Wasser schmeißt, macht ihm nichts aus, sagt der 37-Jährige. Interessante Angebote gebe es ja nur dann, wenn "irgendwo was passiert ist". Auch wenn er die Regionalliga persönlich noch nicht kennt, bringt er trotzdem reichlich Trainererfahrung mit.

Streng genommen ist Richter ein Rückkehrer, denn unter Präsident Konrad Höß war er beim FC von 2007 bis 2009 Spielertrainer, ehe der gelernte Angreifer 1865 Dachau von der Bezirks- bis in die Bayernliga schoss und coachte. Neun Trainer später engagierte Pipinsried dann Hürzeler.

Es ist eine ideale Symbiose, denn in Pipinsried kann es Trainer nur als Duo geben. Hürzeler hat wegen seines Engagements als Co-Trainer der U-20-Nationalmannschaft häufig zeitliche Probleme, außerdem wird seine Erfahrung ja auch im defensiven Mittelfeld gebraucht. Richter wiederum hat keinen Trainerschein und dürfte das Team auf Dauer ohnehin nicht allein trainieren. Gekannt hat sich das Duo vorher kaum, obwohl beide mal für 1860 München spielten. Allerdings ist Richter zwölf Jahre älter als Hürzeler. Die Arbeitsaufteilung soll ähnlich sein wie zwischen Hürzeler und Bender: Richter wird das Training leiten und während der Spiele von der Seitenlinie aus coachen. Für die Feinabstimmung stehen im Januar Gespräche an. Dem FC Pipinsried war es wichtig, die Personalie so rasch wie möglich und vor Weihnachten bekannt zu geben. "Damit die Spieler Bescheid wissen", so Plesche. Es schade auch nicht bei der nächsten Suche: Zwei Akteure will der FC noch verpflichten, um für die Restrunde die Abwehr zu stabilisieren. Aber man schaffe im Vorweihnachtstrubel ja nie alles, was auf der Liste steht.