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FC Bayern II:"Alles reingehauen"

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Ausnahmeerscheinung: Beim FC-Bayern-Neuling Kwasi Okyere Wriedt ist der Ball zurzeit immer gut aufgehoben.

(Foto: imago)

Der Nachwuchs des FC Bayern verliert gegen die Amateure des FC Augsburg deutlich mit 1:5 und hoffen nun auf die dringend benötigte Erholungspause.

1:5-Niederlage, eine rote Karte nach sieben Minuten, vier Spiele in Serie ohne Sieg, sieben Punkte Abstand auf den TSV 1860 München. Dieser Tage dürfte die Stimmung bei der Reserve des FC Bayern München nicht allzu heiter sein. Weder Rang sieben in der Tabelle, noch die Leistung, die die kleinen Bayern derzeit auf dem Rasen zeigen, genügen den Zielen, die man sich vor der Saison an der Säbener Straße gesteckt hat. Immer wieder war vom Aufstieg die Rede - trotz der starken Konkurrenz vom Giesinger Lokalrivalen.

Der FC Bayern II hat derzeit ein hartes Programm zu bewältigen. Fünf Spiele in 15 Tagen sind für jeden Fußballverein schwer zu stemmen, besonders für einen Regionalligisten. Dazu kommen die Verletzungsprobleme der ersten Mannschaft, weswegen die talentiertesten von Tim Walters Schützlingen ständig zwischen Profis und Reserve pendeln, und natürlich die eigenen Rekonvaleszenten: Neben Felix Götze und Nicolas Feldhahn - beide Innenverteidiger mit Startelf-Ambitionen - waren sieben weitere Spieler nicht einsatzbereit. Zweifelsfrei eine komplizierte Ausgangslage, doch die 1:5-Niederlage gegen Augsburg II am Freitagabend rechtfertigte das noch lange nicht.

Die Partie in Augsburg hatte gerade erst begonnen und schon hatte der FC Bayern seinen nächsten Ausfall zu beklagen: Torwart Christian Früchtl vertändelte den Ball und versuchte den heranstürmenden Augsburger Julian Günther-Schmidt mit einer Grätsche zu stoppen, erwischte dabei aber nur dessen Beine. Glatt Rot nach sieben Minuten. 20 Minuten später erzielte Augsburgs Kapitän Jonathan Scherzer das 1:0 gegen Früchtl-Ersatz Michael Wagner. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit glich Kwasi Wriedt, nach Vorarbeit von Milos Pantovic, zum 1:1 aus.

In der zweiten Halbzeit konnten die Augsburger, bei denen der Ex-Schalker Fabian Giefer das Tor hütete, das Spiel schnell entscheiden. Efkan Bekiroglu erhöhte durch zwei Treffer innerhalb von fünf Minuten auf 3:1 (52./59.), ehe er seinen Abend durch einen schönen Lupfer zum 5:1-Endstand veredelte (68.). Marco Richter traf zum zwischenzeitlichen 4:1 (60.). "Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles reingehauen. Leider hatte der Schiedsrichter auch die eine oder andere unglückliche Entscheidung gegen uns dabei", so Walter nach dem Spiel.

Das einzig Positive für die Bayern an diesem Abend - wie so oft seit seiner Ankunft vor zwei Wochen - war Zugang Kwasi Okyere Wriedt. Der gebürtige Hamburger erzielte das fünfte Tor im sechsten Spiel. Bayern II hat nun viel Zeit, sich zu fangen. Das nächste Spiel gegen Nürnberg II steht erst am 13. September an. In der Tabelle ist der TSV 1860 noch nicht vollends enteilt. Damit das so bleibt, ist ein Sieg in Nürnberg allerdings Pflicht.