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Eishockey:Trauer um Markus Feierabend

Der ehemalige Verteidiger der Tölzer Löwen und der Geretsrieder Riverrats stirbt mit 44 Jahren an den Folgen eines "häuslichen Unfalls". Die genaue Todesursache ist unbekannt.

In einer Zeit, als der EC Bad Tölz in der zweiten Liga Eishockey spielte, als diese noch 1. Liga Süd hieß und es keine DEL 2 gab, in einer Zeit, als wegen des Bosman-Urteils viele ehemalige Nationalspieler in der DEL keinen Vertrag mehr bekamen und eine Liga tiefer ihr Auskommen suchten, als plötzlich Weltmeister wie der Tscheche Vladimir Kames mit seinem Showtalent der "Hacker-Pschorr-Liga" weltläufigen Glamour verliehen, zu dieser Zeit war Markus Feierabend so etwas wie ein Anker im Tölzer Team. Neben "Eishockeygott" Michael Teltscher oder Kapitän Benedikt Huß war der gebürtige Tölzer einer von jenen bodenständigen Spielern, die vielleicht nicht das Talent ihrer Mitspieler besaßen, aber für die Identifikation der Fans mit ihrem Team eine umso wichtigere Rolle spielten. "Er war nicht der Gelenkigste, aber ein guter Typ", sagt Huß über den 1,88 Meter großen Verteidiger, der in 253 Partien für Tölz zwei Treffer erzielte. Zwischen 1995 und 2000 trug der Abwehrspieler das Trikot des ECT mit der Rückennummer 60 - Feierabend war ein großer Fan der Münchner Löwen. Anschließend spielte er bis 2005 für die River Rats Geretsried in der Oberliga und Bayernliga. Das Exotischste an dem Durch-und-durch-Bayern war ein Abstecher in die Oberliga Nord zum Gelsenkirchener EC, ein Intermezzo, das er nach nur sechs Partien beendete. Seine beiden letzten Spielzeiten absolvierte er beim SC Gaißach in der Bezirksliga. 2009 beendete er seine Karriere. Wie die Tölzer Löwen jetzt bestätigten, ist Feierabend bereits am vorvergangenen Dienstag im Alter von 44 Jahren gestorben. Über die Todesursache machte der Klub keine genauen Angaben, es hieß lediglich, es handele sich um einen "häuslichen Unfall". Feierabend hinterlässt eine Tochter. Die Beisetzung fand am Dienstag in Gaißach statt.