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Eishockey:Tölzer Löwen hoffen auf weitere Lockerungen

Von Johannes Schnitzler, Bad Tölz

Beim Eishockey-Zweitligisten Tölzer Löwen fällt die Reaktion auf die Zulassung von Zuschauern zum Spielbetrieb gemischt aus. "Das ist seit Monaten der erste Schritt in die richtige Richtung", sagt Christian Donbeck, Geschäftsführer der Tölzer Eissport GmbH (TEG). "Es bleiben aber Fragen offen." Am Dienstagabend hatten die Chefs der Staatskanzleien der Bundesländer beschlossen, für professionelle Sportveranstaltungen - unter Einhaltung der geltenden Pandemiebeschränkungen und Hygienevorschriften wegen der Corona-Krise - mindestens 1000 Zuschauer zuzulassen, höchstens aber 20 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität. Die Regelung gilt vorerst für sechs Wochen auf Probe bis Ende Oktober und umfasst neben dem Fußball auch Hallensportarten wie Basketball, Eishockey, Handball oder Volleyball. Der Saisonstart in der DEL 2 ist für den 6. November geplant. Donbeck sagt, das Hygienekonzept der Löwen erfülle "zu 100 Prozent" die Auflagen: "Personennachverfolgung, Kontaktbeschränkung, Maskenpflicht, Alkoholverbot, Zuschauerführung, Lüftung - wir haben alles vorgesehen." Die Frage laute nun: "Was passiert nach dem 31. Oktober?" So lange müssen die Tölzer wohl oder übel zuschauen und hoffen, dass sich die Regelung in den anderen Sportarten bewährt. Donbeck hofft, dass sie das tut und dass die Behörden dann weitere Lockerungen zulassen. Denn eins sei klar: Bei einem Zuschauerschnitt von 2779 in der vergangenen Saison "müssten wir bei dauerhaft nur 1000 Zuschauern zusperren". Alle müssten nun lernen, mit den Vorgaben zu leben und sich daran zu halten. "Das Wichtigste ist Vernunft - auch die der Veranstalter", sagt Donbeck.

© SZ vom 17.09.2020

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