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Eishockey:"Königstransfer" der Löwen

Eishockey

Groß, läuferisch gut, harter Schuss: Kenney Morrison, neuer Offensivverteidiger der Tölzer Löwen.

(Foto: Stockton Heat PR/oh)

Bad Tölz verpflichtet den kanadischen Offensivverteidiger Kenney Morrison als Ersatz für Matt MacKenzie.

Als Matt MacKenzie vor einem Jahr zu den Tölzer Löwen kam, mussten die Zahlen für ihn sprechen. Der damals 27-jährige kanadische Verteidiger, der die meiste Zeit seiner Karriere in den nordamerikanischen Minor Leagues gespielt hatte, kam nach seinem ersten Jahr in Europa mit der Empfehlung von 18 Scorerpunkten (sieben Tore) vom HC Bozen aus der EBEL, der österreichischen Erste Bank Eishockey Liga, an der auch Teams aus Ungarn, Italien und der Slowakei teilnehmen. Nun kehrt MacKenzie, inzwischen 28 und in Bad Tölz mit acht Treffern und 51 Vorlagen zum zweitbesten Offensivverteidiger der DEL 2 avanciert, nach Österreich zurück, zu den Dornbirn Bulldogs, in die nun Ice Hockey League genannte Liga, an der noch immer Teams aus Ungarn, Italien und der Slowakei teilnehmen - falls die IceHL angesichts der Corona-Pandemie den Spielbetrieb aufnehmen kann.

Die Tölzer Löwen haben bereits Ersatz gefunden: Kenney Morrison, 28 wie MacKenzie, Kanadier, Offensivverteidiger. Drei Zentimeter größer (1,88 Meter), neun Kilo schwerer (94). Die beiden vergangenen Spielzeiten verbrachte Morrison beim HK Nitra in der ersten slowakischen Liga. Dort sammelte er in 111 Spielen 67 Scorerpunkte. Neben den Zahlen sprechen bewegte Bilder für ihn. Nach Sichtung des umfangreichen Videomaterials war sich Löwen-Trainer Kevin Gaudet sicher: "So einen Spieler brauchen wir. Er ist groß, ist schlittschuhläuferisch sehr gut, hat ein gutes Auge und einen sehr guten Schuss, kann also auch für unser Überzahl sehr wichtig werden." Geschäftsführer Christian Donbeck spricht bereits von einem "Königstransfer für die kommende Saison". Bis 2. Oktober muss Morrison den Beweis noch schuldig bleiben. Dann soll die Saison in der DEL 2 beginnen.

© SZ vom 03.08.2020 / sjo

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