Deutsche Eishockey Liga Ohne acht

EHC München tritt bei Angstgegner Hamburg Freezers an

Auf dem Papier ist es ein Spitzenspiel, wenn am Donnerstag (19.30 Uhr, www.laola1.tv) die Hamburg Freezers den EHC München empfangen. Aus dem Duell zwischen dem Tabellenfünften der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und dem Zweiten wird sogar die Begegnung der Nummer eins mit der Nummer zwei, wenn man die Zahl der Profis nimmt, die bei diesem Spitzenspiel passen müssen. Neben Uli Maurer, Andy Wozniewski (beide Oberkörperverletzung), Jeremy Dehner (Adduktorenriss), Grant Lewis (Sehnenabriss an der Schulter), Yannic Seidenberg (Daumenbruch) und Felix Petermann (Schulterluxation) fehlen EHC-Coach Don Jackson auch Tim Bender und Dominik Kahun, die zur Junioren-WM nach Kanada unterwegs sind. Die Freezers hat es sogar noch ärger erwischt: Verteidiger Sam Klassen, der sich am Sonntag in Berlin einen Bruch des linken Zeigefingers zugezogen hat, ist bereits der elfte Profi, den Hamburgs Teamärzte für längere Zeit krankgeschrieben haben. "Es ist wie verhext, wir sind noch nicht ein einziges Mal mit dem kompletten Kader angetreten", sagt Sportdirektor Stéphane Richer. Die sogenannte Fieberkurve der Freezers zeigt entsprechende Wellen: Nach vier Niederlagen zum Saisonauftakt gewannen sie von Mitte bis Ende Oktober sechs Mal in Serie. Zuletzt wechselten sich Siege und Niederlagen regelmäßig ab wie am vergangenen Wochenende, als Hamburg erst Meister Ingolstadt 2:1 schlug, dann aber den Eisbären 3:4 unterlag.

Beim EHC behilft man sich fürs Erste mit Förderlizenzspielern. So wird in Hamburg wie schon gegen Straubing und Mannheim Stürmer Kai Herpich, 20, mit dabei sein, der in dieser Saison für Kooperationspartner SC Riessersee in 24 Einsätzen in der zweiten Liga ein Tor erzielt hat. Eine weitere Förderlizenz erhält außerdem Stürmer Maximilian Kastner, 21, ebenfalls vom SCR. Kastner kommt in 26 Spielen in der DEL2 auf sieben Tore und neun Vorlagen.

Die Aufgabe ist so oder so heikel. Hamburg ist der Angstgegner der Münchner: Von 18 Duellen verloren sie zwölf. Zum Saisonauftakt gab es einen klaren 6:3-Erfolg in Hamburg, zu Hause unterlag das Team von Don Jackson 0:3.