bedeckt München 14°

Coaches' Challenge:Mit Herzblut, Spaß und Muffins

Sie wissen, woher sie kommen - und wer sie soweit gebracht hat: Neun erfolgreiche Athleten aus der Region blicken auf ihre Anfänge zurück, auf ihre ersten Trainer und Betreuer und deren Einflüsse auf ihre heutigen Karrieren.

Es liegt in der Natur der Sache, dass viele von ihnen gerade unterwegs sind. In Katar zum Beispiel, wo sie im Beachvolleyball und im Tischtennis an Turnieren der Weltserie teilnehmen. In Berlin zum nächsten Bundesligaspiel. Oder in Polen, wo Hochspringer Tobias Potye am Donnerstag bei der Leichtathletik-Hallen-EM die Qualifikation (mit 2,21 Meter) und am Freitag die 800-Meter-Läuferin Christina Hering den Vorlauf gemeistert hat (Münchens Katharina Trost schied aus).

Die SZ sucht zurzeit mit der Dr.-Ludwig-Koch-Stiftung besonders engagierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter in Münchner Vereinen, deren Einsatz honoriert werden soll. Ehrenamtliche Trainer und Betreuer, wie sie am Anfang fast jeder Sportkarriere stehen. Für zehn von ihnen wird die Stiftung ein Jahr lang die Finanzierung übernehmen.

Was liegt da näher, als prominente Sportler aus der Region erzählen zu lassen, wer ihnen die ersten Impulse gab auf ihren Wegen in die erste Liga, zu Olympiamedaillen, Welt- und Europameisterschaften.

Die SZ mit ihrem Regionalsport und die Dr.-Ludwig-Koch-Stiftung verfolgen dasselbe Ziel: die Förderung des Münchner Jugendsports. Die Stiftung wurde in den Siebzigerjahren exakt zu diesem Zweck gegründet, die SZ wiederum belohnt seit 2001 im Rahmen ihrer "Talentiade" herausragende Nachwuchsarbeit der Vereine in der Region und kürt im Zweijahresrhythmus deren größte Talente. Deshalb hat die Dr.-Ludwig-Koch-Stiftung im Rahmen jeder SZ-Talentiade seit 2015 einen Sonderpreis finanziert.

Im zurückliegenden Jahr hat die Corona-Pandemie zu viele Schäden im Breiten- wie im Leistungssport angerichtet, als dass ein Nachwuchswettbewerb 2021 sinnvoll abzuhalten wäre - gleichzeitig benötigen mehr Vereine denn je finanzielle Hilfe. Zumindest einige von ihnen sollen mit der Aktion "Coaches' Challenge" nun Unterstützung erhalten. Bis zum 31. März können sich Vereine bewerben und sollten dafür möglichst stichhaltig darlegen, inwiefern ihre Übungsleiterin X oder ihr Übungsleiter Y außergewöhnliche Arbeit leistet, egal ob alter Hase oder ambitionierter Frischling, ob sich seine/ihre Leistungen in Medaillen oder in ganz anderen Erfolgen ausdrücken lassen. Worin also liegt das besondere Engagement?

Die Auswahl wird nach Einsendeschluss eine Jury treffen, der neben Vertretern der Dr.-Ludwig-Koch-Stiftung und der SZ-Sportredaktion auch Simone Laudehr angehören wird. Die Fußball-Weltmeisterin vom FC Bayern München unterstützt die Idee der "Coaches' Challenge". Das Übungsleiter-Entgelt für die Preisträger wird dann ein Jahr lang die Stiftung übernehmen.

Ein paar Voraussetzungen gibt es: Die Vereine müssen im Münchner Stadtgebiet beheimatet sein und dürfen nicht mehr als 1000 Mitglieder haben. Die Übungsleiterin/der Übungsleiter sollte vor Beginn der Pandemie schon eine Zeit lang in seiner Funktion aktiv gewesen sein und muss einen gültigen Übungsleiter-Ausweis besitzen. Ein Formular zur Bewerbung (mit möglichst ausführlicher Begründung) gibt es im Internet unter www.sz.de/coach. E-Mails zu dieser Aktion gerne an: coaches-challenge@sz.de.

Das Ergebnis der Jurysitzung wird im Anschluss in der SZ bekannt gegeben.

© SZ vom 06.03.2021
Zur SZ-Startseite