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Baseball:Die Playoff-Chancen steigen

Nummer drei in der laufenden Saison: Nate Thomas gelingt auch bei den Mainz Athletics ein Homerun.

(Foto: Claus Schunk/Claus Schunk)

Die München-Haar Disciples gewinnen dank starker Offensivleistungen beide Spiele in Mainz

Von Christoph Leischwitz, Mainz/München

Die Sonne schien die Sonne über den Mainzer Ballpark, danach auch aus den Gesichtern der Gäste: Ein wenig überraschend gewannen die Erstliga-Baseballer der München-Haar Disciples beide Spiele beim Tabellennachbarn. Bei bestem Baseballwetter war bereits am Freitagabend schon ein 8:5-Sieg gegen die Mainz Athletics eingefahren, freilich ein wenig mithilfe von Flutlicht; am Samstag dann folgte ein deutlicher 17:3-Erfolg, bei dem sich die Haarer Schlagleute richtig austoben durften - die Partie wurde aufgrund des großen Vorsprungs sogar vorzeitig, nach sieben Durchgängen, beendet. "Das war eine tolle Mannschaftsleistung", fand Will Thorp, und der spielende Co-Trainer hatte Recht, obwohl er selbst mit vier erlaufenen Punkten die Partie schon alleine hätte entscheiden können. Beide Spiele fanden übrigens vor Zuschauern statt, auch das brachte die Disciples auf den Geschmack: Am kommenden Donnerstag, wenn im Ballpark Eglfing das erste Heimspiel gegen den Spitzenreiter Heidenheim ansteht (14 Uhr), können aller Wahrscheinlichkeit nach auch wieder Zuschauer zugelassen werden, zum ersten Mal in der laufenden Bundesliga-Saison, die sich im Süden gerade als ziemlich ausgeglichen und spannend entpuppt.

Die Disciples-Pitcher steigern sich von Spiel zu Spiel, das hilft der Mannschaft, ihren Rhythmus zu finden

Dass man in Mainz mit zwei Siegen alle Chancen für eine Playoff-Teilnahme offenhielt, war vor allem mal wieder der Offensivleistung zu verdanken. In beiden Partien konnten jeweils acht Spieler den Ball ins Feld bringen, Nate Thomas gelang am Freitagabend auch wieder ein Homerun, es war bereits sein dritter in der laufenden Saison. Daniel Patrice, der sich in Mainz vor allem als Vorbereiter hervortat, kommt bereits auf fünf. Gleichzeitig zeigten beide Haarer Pitcher solide Leistungen, besonders der deutsche Nationalspieler Lukas Steinlein scheint sich immer besser mit seiner Rolle als Startwerfer zurechtzufinden. "Er ist ein sehr reifer Spieler", sagt Thorp über Steinlein, der sich im Laufe der Saison aber auch weiter entwickelt habe; nach den starken Schlagleistungen aller Bundesliga-Teams würden sich die Pitcher allmählich darauf einstellen, so Thorp. Steinleins Leistung darf da als repräsentativ gelten.

Gleichzeitig fehlten den Mainzern diesmal einige ihrer wichtigsten Werfer, was es dem Haarer Angriff durchaus leichter machte. Die Mannheim Tornados halten zwar weiterhin den vierten Platz in der Südtabelle, der zu den Playoffs benötigt wird. Doch die Disciples stehen nur knapp dahinter, und zwei direkte Duelle stehen auch noch auf dem Programm. Thorp ist zuversichtlich, weil die ganze Mannschaft langsam in ihren Rhythmus finde: "Die Jungs fangen langsam an, an sich zu glauben", sagt der 31-jährige Kanadier. Auch wenn gegen Meisterfavorit Heidenheim als nächstes zwei besonders schwere Spiele anstehen, so habe man sein Schicksal immer noch in der eigenen Hand.

© SZ
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