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Badminton:Mut zum Aufstieg

Der TuS Geretsried nimmt sein Aufstiegsrecht als Meister der Badminton-Regionalliga Südost wahr und kehrt in der kommenden Saison wieder in die zweite Bundesliga zurück. Dort wird künftig in einer Elfer-Liga gespielt - weil nur Geretsried aufsteigen wollte.

Von Sebastian Hepp, Geretsried

Der TuS Geretsried nimmt sein Aufstiegsrecht als Meister der Badminton-Regionalliga Südost wahr und wird in der kommenden Saison wieder in der zweiten Bundesliga spielen. In sportlicher Hinsicht hatten die Geretsrieder die Voraussetzung für ihre Rückkehr in die zweite Liga bereits nach 18 von 22 Spieltagen in der wegen der Corona-Pandemie vorzeitig beendeten Saison geschaffen. Um für die zweite Liga spielberechtigt zu sein, muss der TuS nach den Worten von Teammanager Sascha Gnalian jedoch auch Auflagen des neu gegründeten Badminton-Bundesliga-Verbandes im Nachwuchsbereich erfüllen. Dazu gehöre, dass jeder Bundesligist zwei Jugendmannschaften (eine U15 und eine U19) stellt, alternativ, dass vereinseigene Spieler auf der deutschen Jugendrangliste geführt werden. "Diese Anforderungen erfüllen wir", sagt Gnalian und führt als Beispiele die beiden Nachwuchshoffnungen Philip Bußler und Antonia Schaller an, die am Leistungszentrum in Nürnberg trainieren. Auch die finanzielle Mehrbelastung durch die künftig anfallenden Mitgliedsbeiträge im Bundesliga-Verband könne der TuS stemmen. Wegen des derzeit ruhenden Spiel- und Trainingsbetriebs entfielen Kosten für Trainer oder Jugendbetreuer, wodurch einige Einsparungen möglich seien. Verstärkungen für die zweite Liga sind laut Gnalian vorerst nicht geplant. Dort wird es der TuS mit zehn Gegnern zu tun bekommen. Aus der 2. Liga Süd wird keine Mannschaft absteigen, die Liga sollte vielmehr von zehn auf zwölf Mannschaften aufgestockt werden. Da Geretsried laut Gnalian jedoch als einziger von mehreren Regionalligavereinen von seinem Aufstiegsrecht Gebrauch macht, wird nun in einer Elfer-Liga gespielt werden.

© SZ vom 30.04.2020

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