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3. Liga:Rhythmusstörung

Erneut müssen Spiele der SpVgg Unterhaching und von Türkgücü wegen Corona-Fällen verschoben werden.

Von Christoph Leischwitz

Wenigstens haben die beiden Mannschaften dieses Mal nicht erst auf einer Anreise von den positiven Tests erfahren, auch waren diesmal die Gegner betroffen. Die SpVgg Unterhaching hatte Aufsteiger SC Verl für die Sonntagspartie im Sportpark erwartet, Türkgücü München sich am Freitag noch nicht auf den Weg nach Rostock gemacht. Für beide Klubs ist es schon die zweite Spielabsage seit dem Saisonstart der 3. Liga Mitte September. Bei Hansa Rostock meldete der DFB vier positive Befunde, den betroffenen Personen gehe es gut. In Verl sind laut Medienberichten mindestens fünf Spieler betroffen. Abgesagt ist auch die Partie des SV Meppen gegen Mannheim; ob die Meppener am nächsten Wochenende zum FC Bayern München II reisen werden, sei im Moment noch offen. Angesichts des ohnehin schon engen Terminkalenders in der Liga mit 20 Teams wird bereits die Frage diskutiert: Wie viel darf noch passieren, dass diese Spielzeit vernünftig zu Ende gespielt werden kann? "Einen Termin finden wird nicht leicht", sagt Hachings Trainer Arie van Lent jetzt schon bezüglich der zwei ausstehenden Spiele: Jeder Monat hat sowieso schon eine planmäßige englische Woche, die Winterpause ist für gerade mal drei Wochen angesetzt. Und sowohl Unterhaching als auch Verl müssen noch einen zweiten Ausweichtermin finden. Van Lent rettet sich in Galgenhumor und mutmaßt, vielleicht an Heiligabend spielen zu müssen. Andererseits hat die Mannschaft jetzt schon zwölf Tage nicht mehr gespielt, die nächste Partie in Uerdingen ist Sonntag in einer Woche: "Der Rhythmus geht weg", sorgt sich van Lent. Türkgücü hingegen hatte am Mittwoch sein erstes Nachholspiel beim FSV Zwickau 1:0 gewonnen und deshalb den Flug nach Rostock erst auf den Samstagmorgen gelegt.

© SZ vom 07.11.2020
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