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Sponsoring:Millionen für die Forschung

Für die TU gab's einen Lehrstuhl von Facebook, ein Forschungszentrum von SAP und Professuren vom Lidl-Gründer.

Die TU gerät wegen ihrer Kooperationen mit Firmen in die Kritik

Kurz vor Weihnachten gab die Technische Universität München (TU) die Kooperation mit SAP bekannt. 100 Millionen Euro investiert der Software-Riese am Campus Garching. Ende 2022 sollen mehr als 700 Mitarbeiter von SAP und TU dort an Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz forschen. Da wirken die 6,5 Millionen, die Facebook der TU schenken will, fast gering. Dass ausgerechnet der Datensammler Facebook damit ein Forschungsinstitut für Ethik in der Künstlichen Intelligenz finanziert, stößt seit der Bekanntgabe im Januar auf viel Kritik. Geld von Gönnern anzunehmen sowie Verträge mit Unternehmen einzugehen, gehört aber zur Strategie der TU. Unter anderem finanziert die Dieter-Schwarz-Stiftung (Lidl) 20 Professuren, auch Siemens, Audi, BMW, Google sind Partner. Wolfgang Herrmann, Ex-TU-Präsident, hat in seinen 24 Amtsjahren 323 Millionen Euro Spenden eingesammelt. Am 1. Oktober folgte Thomas Hofmann nach. Auch er heißt Geldgeber willkommen.

© SZ vom 30.12.2019
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