Spitznamen der Münchner Clubs:Halligalli in der Hölle

Naga, Schwasi oder Hölle: Manche Clubs und Kneipen haben zwei Namen - den offiziellen und einen, den Insider gebrauchen. Eine Übersicht der schönsten Spitznamen.

Lisa Sonnabend

16 Bilder

Schwabinger Sieben

Quelle: SZ

1 / 16

München für Insider: Manche Clubs und Kneipen in München haben zwei Namen - den offiziellen und einen Spitznamen. Eine Übersicht.

Schwabinger Sieben

Harte Mucke, heruntergekommene Einrichtung: Die Schwabinger Sieben in der Feilitzschstraße ist nichts für zarte Gemüter. Umso mehr überrascht der Spitzname der Kultkneipe: Die Schwabinger Sieben wird von vielen liebevoll "Schwasi" genannt, andere benutzen die nüchterne Beschreibung "Sieben".

Foto: Schellnegger

Text: Lisa Sonnabend

Atomic Café

Quelle: SZ

2 / 16

Atomic Café

Im Atomic Café vergnügen sich Münchens Britpopper. Und die werden immer jünger, zumindest kommt das den in die Jahre gekommenen Gästen, die seit zig Jahren hier das Tanzbein schwingen, so vor. Statt vom Atomic Café sprechen diese deshalb vom Atömchen.

Foto: sueddeutsche.de

-

Quelle: SZ

3 / 16

Milchbar

In der Milchbar lernt man besonders schnell hübsche Mädchen oder Jungs kennen - so das Gerücht. Den passenden Spitznmen hat der Club in der Sonnenstraße deswegen bekommen: Die Milchbar wird auch "Hin- und Mit" genannt.

Foto: Heddergott

Favoritbar

Quelle: SZ

4 / 16

Favorit Bar

Die Favorit Bar in der Damenstiftstraße ist eine der angesagtesten Kneipen der Stadt. Das Licht ist schummrig rot, die Einrichtung schäbig-schlicht. Für viele Münchner ist sie der Favorit - oder die "Favo".

Foto: Hess

Nachtgalerie München

Quelle: SZ

5 / 16

Nachtgalerie

In die Nachtgalerie gehen Teenager und Junggebliebene, um Mädchen kennenzulernen und günstig Alkohol zu trinken. Der Name, den diese Jugendlichen für den Klub verwenden, ist allerdings alles andere als cool: Naga wird die Nachtgalerie genannt. Das klingt allerdings nicht nach hübschen Menschen.

Foto: Rumpf

X-cess, Isi, München

Quelle: SZ

6 / 16

X-Cess

Das X-Cess in der Kolosseumstraße wäre nicht das X-Cess, gäbe es den Wirt Isi nicht, der den Frauen Lollies schenkt, immer einen lockeren Spruch parat hat und den Gästen gerne ein Glas Bayerischen Champagner (= Bier im Sektglas) ausgibt. Das zeigt sich auch im allnächtlichen Sprachgebrauch. Statt im X-Cess schauen Kneipengänger lieber beim Isi vorbei.

Foto: X-cess

Johannis Café in Haidhausen

Quelle: SZ

7 / 16

Johannis Café

Ein ähnliches Phänomen wie im X-Cess ist im Johannis Café in Haidhausen zu beobachten. Dort ist Wirt Olaf allgegenwärtig: Er ist fast jeden Tag hier, an der Wand hängt ein Gemälde von ihm und er plaudert mit den Stammgästen. Die Gäste verabreden sich deswegen einfach mit: "Um 20 Uhr beim Olaf".

Foto: Hess

Glockenbachwerkstatt

Quelle: SZ

8 / 16

Glockenbachwerkstatt

Einen Abend in der Glockenbachwerkstatt in der Blumenstraße zu verbringen, ist wie auf die Feier in einer großen Familie zu gehen. Jeder kennt sich hier mindestens über zwei Ecken. Klar, dass die Anhänger des Klubs sich einen familiären Namen ausgedacht haben: Die Glockenbachwerkstatt wird zärtlich "Glocke" gerufen.

Foto: Rumpf

Max-Emanuel-Brauerei

Quelle: SZ

9 / 16

Max-Emanuel-Brauerei

Max-Emanuel-Brauerei - was für ein Name! Das klingt nach Opernball, Adelstreffpunkt oder Stammtischgeplapper. Angestaubt will die Max-Emanuel-Brauerei in der Maxvorstadt allerdings nicht wirken - schließlich liegt sie in Uni-Nähe. Die Studenten rufen die Max-Emanuel-Brauerei sowieso einfach Max-E. Das ist unkomplizierter und klingt flotter.

Foto: Haas

P1 München

Quelle: SZ

10 / 16

P1

Für die wichtigeren Münchner ist das P1 das zweite Wohnzimmer. Daher kommt wohl der Spitzname der Nobeldisko: Stüberl. Oft wird das P1 auch als das Einser (sprich: "Oanser") bezeichnet.

Foto: Rumpf

Pimpernel

Quelle: SZ

11 / 16

Pimpernel

Den Gang in eine Absackerkneipe bereut man meistens spätestens am nächsten Morgen. Auch aus dem Pimpernel in der Müllerstraße kommt man nicht ohne Folgen für den nächsten Tag wieder heraus. Der Weg ins Pimpernel ist so gefürchtet, dass man die Kneipe auch die Hölle nennt.

Foto: sueddeutsche.de

Registratur

Quelle: SZ

12 / 16

Registratur

Die Nächte in der Registratur in der Blumenstraße waren laut und lang. Der Spitzname des Klubs dagegen nett und niedlich: Regi wurde die Registratur gerufen. Leider musste der Club 2009 schließen. Er ist aber als Veranstalter in anderen Locations weiter aktiv. Und so sagen Nachtschwärmer nun: "Gehen wir in die Regi-Party in der Alten Kongresshalle?"

Foto: Hess

Schall & Rauch

Quelle: SZ

13 / 16

Schall & Rauch

Viele Münchner Kneipen müssen es sich gefallen lassen, dass die Nachtschwärmer ihre Namen einfach kürzen. Der Alte Simpl in der Türkenstraße wird da zu Simpl, der Schwarzer Hahn in der Au zu Hahn, das Café am Hochhaus in der Müllerstraße zum Hochhaus und statt ins Schall & Rauch in der Schellingstraße geht man nicht erst seit dem Rauchverbot einfach nur ins Schall.

Foto: Haas

Match Club

Quelle: SZ

14 / 16

Match Club

Ein anderes Phänomen unter Münchens Feierwütigen ist es, alte Namen von Klubs weiter zu verwenden - obwohl diese längst anders heißen. Der Prager Frühling in Schwabing wurde vor einiger Zeit in Babalu umbenannt, viele verabreden sich weiterhin im Prager Frühling. Das Two Rooms am Stachus gibt es nicht mehr, stattdessen residiert hier nun der Match Club. Trotzdem nennen viele die Disco weiter beim alten Namen - auch wenn das Two Rooms in keinem Veranstaltungskalender mehr zu finden ist.

Foto: Rumpf

Schrannenhalle

Quelle: SZ

15 / 16

Schrannenhalle

Die Schrannenhalle genießt bei der Münchner Bevölkerung nicht allzu große Beliebtheit. Die Stimmung sei schlecht, Atmosphäre kaum vorhanden und die Getränke überteuert. Wahrscheinlich hat sich auch deswegen der etwas respektlos klingende Name "Schranne" wieder eingebürgert. Schranne ist der süddeutsche Ausdruck für einen Getreidemarkt.

Foto: Haas

Oly-Halle

Quelle: SZ

16 / 16

Olympiahalle

Die Olympiahalle ist Münchens größter Konzertsaal. Bis zu 14.000 Menschen passen hinein. Der Spitzname lässt allerdings auf einen kleinen, übersichtlichen Raum schließen: Oly-Halle wird die große Olympiahalle zärtlich gerufen. Wenn Alice Cooper wüsste, dass er damals gar nicht in der Olympiahalle, sondern in der Oly-Halle gespielt hat...

Foto: Max Sterz

Text: Lisa Sonnabend

© sueddeutsche.de
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB