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Spielekonsolen:Sich wiegen in virtuellen Welten

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Dank Virtual-Reality-Brille kann man bei Tanzspielen wie "Beat Saber" nicht nur die Kontaktsperre einhalten, man muss sich noch nicht mal sehen.

(Foto: Jo Kirchherr/imago images)

Move-Controller, VR-Brillen und Dance-Matten helfen beim Abtanzen aus der Realität.

Hätte man an einem Samstagabend Anfang der 2000er-Jahre einen Blick in deutsche Wohnzimmer gewagt, hätte sich vielerorts ein ähnliches Bild ergeben: Die ganze Familie hat sich zusammengefunden, gibt ihre Tanzmoves zum Besten, trällert Hits und Evergreens. Vorm Fernseher, auf dem heimischen Wohnzimmerteppich. Nicht weil sie das Haus nicht verlassen darf. Nein, Anfang der 2000er kamen gerade interaktive Konsolenspiele in Mode.

Angesichts der Corona-Krise könnte diese Art von Spielen jetzt eine Renaissance erleben. Aktuell können Verbraucher dabei vor allem auf "Just Dance" von Ubisoft zurückgreifen. "Just Dance 2020", die mittlerweile zigste Version des Spieles, ist für alle gängigen Systeme zu haben. Eine entsprechende Kamera und "Move Controller" werden zusätzlich benötigt. Für alle, die sich angesichts der Zwangsisolation nicht gleich eine Konsole anschaffen wollen, gibt es das Spiel auch als Handy-App.

Die auf dem Bildschirm vorgegebenen Tanzschritte lassen sich alleine oder in Formationen mit bis zu sechs Spielern nach tanzen. Dank eines Punktesystems kommt dabei auch der Wettbewerbs-Faktor nicht zu kurz. 40 Lieder stehen zur Auswahl, darunter aktuelle Hits, aber auch Zeitreise-Titel wie "Everybody (Backstreet's Back)".

Ein wenig spannender, aber auch kostspieliger gestaltet sich das Spiel "Beat Saber" von Beat Games für die PlayStation 4. Hier wird außer dem "Move-Motion-Controller" auch eine Virtual-Reality-Brille benötigt. Zumindest in der Vorstellungskraft versetzt die den Spieler dann vom heimischen Wohnzimmer in die Spielarena. Dort muss man mittels Lichtschwertern zum Takt elektronischer Musik kleine, auf einen zufliegende Quader zertrümmern. Klingt vielleicht komisch, macht aber einen Riesenspaß.

Seltsam, aber nicht weniger spaßig, sah es auch aus, als eine ganze Generation im Takt der Musik auf den "Dance Dance Revolution"-Tanzmatten der Firma Konami herumsprang. Ursprünglich für Spielhallen entwickelt, kam "Dance Dance Revolution" samt passender Tanzmatte in den späten 2000ern auch für Konsolen auf den Markt. Im Handel findet sich das Spiel nur noch vereinzelt, die meisten Angebote sind Gebrauchtwaren. Aber bekanntlich orientiert sich das Angebot ja an der Nachfrage. Und die könnte angesichts der andauernden Ausgangsbeschränkungen in den nächsten Wochen einen Aufschwung erleben.

© SZ vom 09.04.2020

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