Spektakuläre KriminalfälleSex & Crime in München

Geköpft mit einem Samuraischwert, Erpressung mit Sex-Videos und eine verweste Leiche im Kinosaal: Münchens dramatischste Kriminalfälle.

Geköpft mit einem Samuraischwert, Erpressung mit Sex-Videos und eine verweste Leiche im Kinosaal: Münchens dramatischste Kriminalfälle.

6. Oktober 2008: Das Ende einer Ehehölle

Hartl K. war nur kurz über seinem Kreuzworträtsel eingenickt, da ging seine Frau Ada K. in den Garten, holte ein Beil und spaltete ihrem Mann mit mehreren Schlägen den Schädel. Den Mord hatte Ada in einem Brief angekündigt.

Mit dieser grausamen Tat setzte sie den Schlussstrich unter 25 Jahre Ehehölle - einem Martyrium, in der nicht, wie zunächst angenommen, die Frau das Opfer war: Mit Schuhen, Flaschen, Schöpflöffeln und Staubsaugerrohren hatte die zierliche Mazedonierin jahrelang auf ihren Mann und die Kinder eingeprügelt. Hartl wehrte sich nie. Für seine häufigen Blessuren erfand er Ausreden vor Ärzten und Kollegen, er schämte sich, wollte nicht als Weichei dastehen.

Erst die Kinder brachten im Mordprozess die wahre Geschichte ans Licht. Ada K. war voll schuldfähig: Der Gutachter konnte keine seelische Störung feststellen. Am 1. April 2009 erhängte sich Ada K. in ihrer Zelle.

Foto: ddp (gestellte Szene) Texte (wenn nicht anders angegeben): Helena Schwarzenbeck

7. Januar 2010, 09:532010-01-07 09:53:00 ©