Ihren Namen erhielten sie vom Schwert der Legionäre (dem sogenannten „Gladius“), ihre Bühne war das Kolosseum: Gladiatoren wurden im Römischen Reich wie Popstars verehrt, ihr öffentlicher Kampf um Leben und Tod, um Rache und Ruhm begeisterte das Publikum. Knapp zwei Jahrtausende später hat sich daran wenig verändert, Gladiatorenkämpfe haben heute nach wie vor viele Fans. Nur finden sie eher im Kino oder im Museum statt, derzeit sogar gleichzeitig: In der Archäologischen Staatssammlung in München ist die Ausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ zu sehen (bis 3. Mai 2026), dabei werden unter anderem originale römische Ausrüstungen von Kämpfern aus der Gladiatorenschule von Pompeji präsentiert.
Zusätzlich zur Museumsschau gibt es ein Begleitprogramm, mit Vorträgen, Führungen oder Box-Basic-Trainings für Freizeit-Kämpfer. Eine dreiteilige Filmreihe mit Einführungen von Museums-Kuratoren der Archäologischen Staatssammlung ist ebenfalls eingeplant: Im Neuen Maxim Kino werden Ridley Scotts Kinohits „Gladiator“ und „Gladiator II“ gezeigt (im Januar und Februar). Den Auftakt der Reihe macht aber bereits am 18. Dezember Stanley Kubricks Monumentaldrama „Spartacus“ aus dem Jahr 1960. Die Story des von Kirk Douglas gespielten Titelhelden, der als griechischer Sklave an die Gladiatorenschule von Lentulus Batiatus (Peter Ustinov) kommt und dort das Handwerk des Tötens lernt, dürfte den meisten bekannt sein. Auf der großen Leinwand zu sehen ist der mit vier Oscars prämierte Film mit Tony Curtis, Jean Simmons und Laurence Olivier in weiteren Rollen aber selten.
Spartacus, USA 1960, Regie: Stanley Kubrick, Donnerstag, 18. Dezember, 19 Uhr, Neues Maxim Kino, Landshuter Allee 33

