Prozess:Spaghetti-Giftmischerin kommt in Haft

Prozess: Spaghetti alla Bolognese dürfte nicht länger die Leibspeise eines Mannes sein, nachdem seine Verlobte ihm Gift untergemischt hat.

Spaghetti alla Bolognese dürfte nicht länger die Leibspeise eines Mannes sein, nachdem seine Verlobte ihm Gift untergemischt hat.

(Foto: Manfred Segerer/IMAGO)

Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass eine 30-jährige Geretsriederin ihren Verlobten mit dessen Leibspeise töten wollte - als Auftakt einer geplanten Mordserie.

Von Andreas Salch, Geretsried / München

Es war spätnachmittags am 3. April vergangenen Jahres, als Christina P. ihren Verlobten auf Whatsapp fragte: "Hey Schatz, ich kauf' heute Essen, ich hoffe, Du magst Bolognese?" Marc W. (Name geändert) sagte natürlich ja. Schließlich ist Spaghetti Bolognese, scharf gewürzt, sein Lieblingsessen. Christina P. wollte dem 31-Jährigen damit jedoch keinen Gefallen tun. Sie wollte ihn mit seiner Leibspeise vergiften. Für die Tat verurteilte das Schwurgericht am Landgericht München II die psychisch kranke Krankenpflegerin aus Geretsried nun wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren Haft und ordnete zudem die zeitlich unbefristete Unterbringung der 30-Jährigen in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik an.

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