Es gibt nicht viele Anlässe, zu denen der eine sein tausend Euro teures Teleskop und der andere Wein und Gummibärchen aus dem Supermarkt mitbringt. Es gibt auch nicht viele Orte, an denen zehn Hobby-Astronomen angetrunkenen Studenten und aufgeregten Grundschülern die Gestirne erklären. Die partielle Sonnenfinsternis (Sofi) am Mittwochabend bot einen solchen Anlass. Auf der Dachterrasse des Gasteigs – Europas größtem Kulturzentrum, das saniert werden soll und auf dem deshalb vorübergehend eine improvisierte Rooftop-Bar eingerichtet ist – wurde es plötzlich schattig, windig und ziemlich still. Die Uhr zeigte da 20.16 Uhr – und die Sonne war nur noch eine hauchdünne Sichel im feuerroten Abendhimmel: Die partielle Sonnenfinsternis über München hatte ihren Höhepunkt erreicht.
Sonnenfinsternis in MünchenPlötzlich meldet Herr Vorbrugg: „Ich sehe ersten Kontakt!“
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Gebannte Blicke Richtung Himmel: Das Dach des Kulturzentrums Gasteig in der Münchner Innenstadt war ein beliebter Ort, um die partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.
Foto: Stephan RumpfHobby-Astronomen bauen Teleskope auf, die Sofi-Brillen liegen parat und die Kinder haben ihre Nasa-Shirts angezogen: Auf dem Dach des Münchner Gasteigs trifft sich eine bunte Gruppe, um einen ganz besonderen Blick auf die Sonnenfinsternis zu bekommen. Und dann zeigt die Uhr 20.16 Uhr.
Von Pauline Graf
