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Solln:Kritik an Bauplänen der katholischen Kirche

Die Erzdiözese München und Freising hat große Pläne für ihre beiden Grundstücke nördlich der katholischen Kirche Sankt Johann Baptist. An der Festingstraße will die Erzdiözese eine Wohnanlage mit vier Gebäuden, 248 Quadratmeter Gewerbeeinheiten, einer Tiefgarage und einem Kinderspielplatz errichten. 14 bis 16 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 1137 Quadratmeter sind vorgesehen, davon sollen sechs behindertengerecht konstruiert werden.

Die Resonanz der Lokalpolitiker auf das Vorhaben ist nicht frei von Kritik. So nimmt der Bezirksausschuss (BA) Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln, ebenso wie die Lokalbaukommission, Anstoß an der "flächenintensiven Bauweise", die sich an der Festingstraße in Solln abzeichne. Dadurch müsste ein Großteil des Baumbestandes abgeholzt werden, der durch eine kompaktere Bebauung zu erhalten wäre, heißt es in der einhellig verabschiedeten BA-Stellungnahme. Alexander Aichwalder (Grüne), Sprecher des BA-Unterausschusses Bau und Planung, sagte dazu: "Diese Fällungen erscheinen mir übertrieben; da sollten noch einige Bäume zu retten sein."

Was den Bezirksausschuss im Münchner Süden am Entwurf der Erzdiözese ebenfalls stört, ist der eher geringe Anteil an barrierefreien Wohnungen. Die Äußerungen hierzu klangen wie ein Appell an die katholische Kirche, doch mehr soziales Engagement an den Tag zu legen.

© SZ vom 13.10.2020 / wol
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