Münchner Klaviervirtuosin Sofie MenterDie Pianistin, der Franz Liszt zu Füßen lag

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Die heute nahezu vergessene Münchner Pianistin, Komponistin und Musikpädagogin Sofie Menter (1846–1918) war zu ihrer Zeit hochverehrt.
Die heute nahezu vergessene Münchner Pianistin, Komponistin und Musikpädagogin Sofie Menter (1846–1918) war zu ihrer Zeit hochverehrt.
Bildarchiv Bayerische Staatsbibliothek München, Fotograf Joseph Albert

Ihre Konzerte lösten Polizeieinsätze aus. Die Münchner Pianistin Sofie Menter war ein Popstar ihrer Zeit. Ihr größter Verehrer aber war Komponist Franz Liszt, mutmaßlich auch der Vater ihrer Tochter.

Von Paul Schäufele

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Von Sofie Menter als junger Frau gibt es ein paar Fotografien. Mal am Klavier sitzend, mal auf eine klassische Säule gestützt, aber immer mit kunstvoll ondulierten Haaren über einem bemerkenswert schönen Gesicht. Alle diese Bilder fangen einen Blick ein, der zwischen Melancholie und herausforderndem Selbstbewusstsein flimmert. Sofie Menter (der Vorname wurde auch Sophie geschrieben) war eine der großen Pianistinnen ihrer Zeit, eine gefeierte, respektierte Künstlerin, Freundin von Peter Tschaikowski und eine Frau, die Franz Liszt in Briefen „liebenswürdigst Vortreffliche“, „verehrte liebe Sophie“ oder einfach nur „liebe Freundin“ nannte. Und war Menter möglicherweise für Liszt mehr als nur eine liebe Freundin?

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