Social Freezing„Auf meinen Eizellen steht ein Ablaufdatum“

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Wie steht es eigentlich um ihre Kinderplanung? Die Frage ihrer Ärztin setzte Selina zu. Sie ist 28, Single und hat gerade eine Dating-Pause eingelegt. Sie begann, über ihre Fruchtbarkeit nachzudenken?
Wie steht es eigentlich um ihre Kinderplanung? Die Frage ihrer Ärztin setzte Selina zu. Sie ist 28, Single und hat gerade eine Dating-Pause eingelegt. Sie begann, über ihre Fruchtbarkeit nachzudenken? Getty; Bearbeitung: SZ

Immer mehr junge Frauen lassen ihre Eizellen einfrieren. Ist das eine selbstbestimmte Vorsorge – oder eine Reaktion auf gesellschaftlichen Druck?

Von Emma Leiber und Veronika Tieschky

Selina erinnert sich noch deutlich an den Geruch des Desinfektionsmittels. Sie stand nackt im Untersuchungszimmer. Die Hände in die Hüften gestemmt, der Blick auf die weißen Wände mit den Babybildern, Zeichnungen von Kleinkindern und unterschriebenen Karten. Sieht fast aus wie gedrucktes Glück, dachte sie in dem Moment. Der Raum war lichtdurchflutet, wirkte harmlos und schön. Die Frauenärztin tastete routiniert ihre Brust ab und fragte beiläufig: „Wie steht es eigentlich um Ihre Kinderplanung?“

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