Kritik: "Idomeneo":Verzweiflungsnuancen und Hoffnungsschimmer

Kritik: "Idomeneo": Simon Rattle, Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, hier Anfang Dezember beim Jahresausklang des Bayerischen Rundfunks.

Simon Rattle, Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, hier Anfang Dezember beim Jahresausklang des Bayerischen Rundfunks.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Simon Rattle und die BR-Symphoniker samt Chor und Solisten begeistern mit einer konzertanten Aufführung von Mozarts "Idomeneo" im Münchner Herkulessaal.

Von Reinhard J. Brembeck, München

Dieser Idomeneo ist ein entschlossener Mann, ein Macher, vor Kraft strotzend, Machtpolitiker. So singspielt ihn Andrew Staples im Herkulessaal, selbst die gefürchteten Koloraturen exekutiert er mit selbstverständlicher Kraft, als würde er Sternschnuppen ins All schießen. Aber all das nutzt dem Mann gar nichts. Denn er hat in Todesangst ein dummes Gelübde abgelegt und müsste jetzt seinen Sohn als Opfer schlachten. Worum er sich in bester Politikermanier natürlich so lange wie möglich zu drücken versucht.

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