Kabarett:Im Dazwischen-Zustand

Simon Pearce befasst sich im Lustspielhaus bei der Premiere von "Hybrid" mit den Fragen der Ü40-Generation.

Hui, jetzt ist der Simon Pearce auch schon über 40. Der Mann, der in seinem Kabarett-Debüt seine Jugenderfahrungen in Puchheim aufarbeitete und sich im bis zuletzt gespielten Nachfolge-Programm mit Ängsten befasste, eigentlich ein klassisches Twen-Thema. Vielleicht hat man ihn auch deshalb immer für jünger gehalten, weil der Sohn des Volksschauspielerin Christiane Blumhoff und des Nigerianers Charles Pearce so ein Energiebündel mit Hip-Hopper-Ausstrahlung ist. Und nach abgebrochenem Lehramtsstudium und Schauspielschule ein Späteinsteiger im Kabarett. Der autobiografischen Inspiration bleibt Pearce aber auch in seinem dritten Programm treu, das jetzt im Lustspielhaus Premiere hat: "Hybrid" thematisiert die Konflikte seiner nur noch knapp in der "werberelevanten Zielgruppe" befindlichen Generation: Kann ich ein guter Vater sein, obwohl ich doch selbst noch gefühlt ein Kind bin? Kann man bei Klima-Demos mitlaufen, ohne als Spion der Boomer zu wirken? Muss man sich ärgern oder freuen, von der Polizei nicht mehr als Gefährder eingestuft zu werden? Alles "hybrid" eben.

Simon Pearce, Fr., 30. Sept., 20 Uhr, Lustspielhaus, Occamstraße 8, Telefon 344974

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