Es sind etwa 800 meist junge Menschen, die sich am Abend auf dem Gärtnerplatz versammelt haben: Klima-Aktivisten von "Ende Gelände", Flüchtlingsunterstützer der "Seebrücke München", Gegner des Polizeiaufgabengesetzes, antirassistische und antifaschistische Gruppen, Gegner der Sicherheitskonferenz. Ihr gemeinsames Ziel: Eine Welt, in der gesellschaftliche Probleme nicht mehr mit Gewalt beantwortet werden. "Nationalismus und rechte Ideologien nehmen weltweit zu", sagt ein Redner. "Kriege zwingen Millionen in die Flucht", ein anderer. Ganze Landstriche würden durch kriegsbedingte Umweltzerstörungen verwüstet. Es ist die erste große Anti-Siko-Demo an diesem Wochenende, die erste seit vielen Jahren, die unabhängig von der traditionellen Großkundgebung am Samstag veranstaltet wird. Es ist ein junges Protestpublikum, das erklärtermaßen etwas Neues versuchen will.
Sicherheitskonferenz:Schleusen zur Sicherheitszone sind dicht - 800 Menschen bei erster Demo
Mit 250 Demonstranten ist gerechnet worden, am Ende waren es gut dreimal so viele, die auf dem Gärtnerplatz gegen die zunehmende Gewalt weltweit protestierten.
(Foto: Robert Haas)Erstmals seit vielen Jahren findet schon am Freitagabend eine Kundgebung statt - mit meist jungen Demonstranten. Am Morgen hat die Polizei gezeigt, wie sie die Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof schützt.
Von Martin Bernstein

