Service im Nahverkehr Mit Bus, Bahn und Leihrad

Der MVV will seine elektronische Fahrplanauskunft ausbauen

Von Andreas Schubert

Viele, die kein Auto haben und trotzdem optimal von A nach B kommen wollen, nutzen schon lange die Apps der Verkehrsunternehmen oder die Informationen auf deren Internetseiten. Zum Beispiel der elektronischen Fahrplanauskunft des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). Dort finden die Kunden natürlich die Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs. Dazu kommen Informationen über Carsharing, Park-and-Ride, Radrouten und einiges mehr. Doch es könnte noch einfacher gehen. Etwa so: Der Fahrgast gibt ein Ziel ein, dann schlägt ihm die Fahrplanauskunft eine Kombination aus Bus oder Bahn, Leihauto, Leihrad vor und - wenn's gewünscht ist - Taxi. Und dann sagt einem die App noch, ob bei der Park-and-Ride-Anlage ein Parkplatz frei ist. "Intermodale Reisekette" nennt sich das im Verkehrsplaner-Neusprech. Doch bis das Ganze funktioniert, müssen verschiedene Info-Systeme unter einen Hut gebracht werden.

Der MVV baut nun seine Fahrplanauskunft entsprechend aus, das Projekt hat den griffigen Namen "Bel Air", ein Kürzel für "Bessere Luft durch Auskunftssysteme für intermodales Routing im MVV". Dessen Geschäftsführer Alexander Freitag erklärt: "Mit gezielter Information wird die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs gestärkt und Zugangshemmnisse zu bestehenden, alternativen Mobilitätsangeboten können abgebaut werden." Zunächst sollen die in der MVV-Auskunft bisher nicht berücksichtigten Mobilitätsangebote eruiert und in einem zweiten Schritt in die interaktive Karte der Fahrplanauskunft aufgenommen werden. Im dritten Schritt werden die Angebote in die elektronische Auskunft integriert. Der Bund fördert das Projekt mit 76 000 Euro, etwa die Hälfte der Entwicklungskosten. Wann die neue Fahrplanauskunft online geht, ist nach Auskunft des MVV noch nicht abzusehen.