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Serientäter "Mehmet":Einreise nach Deutschland verweigert

Muhlis Ari alias "Mehmet" darf vorerst nicht nach Deutschland einreisen. Der ehemalige Serienstraftäter kann deshalb nicht an der Präsentation seiner Biographie auf der Frankfurter Buchmesse teilnehmen. Sein Anwalt will nun offenbar Klage einreichen.

Der mit einem Haftbefehl gesuchte Serienstraftäter Muhlis Ari alias "Mehmet" darf vorerst nicht nach Deutschland einreisen. "Es gibt keine Betretenserlaubnis von der Stadt Frankfurt am Main", sagte Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Zusätzlich habe er die Botschaft gebeten, kein Visum auszustellen. Auch der Haftbefehl einer bayerischen Justizbehörde bleibe bestehen.

Aris Anwalt, Burkhard Benecken, hat nach Informationen der Bild-Zeitung beim Verwaltungsgericht Frankfurt heute Klage dagegen eingereicht, dass seinem Mandanten die Einreise nach Deutschland verweigert wird. "Die zunächst erteilte Genehmigung wurde zurückgenommen, nachdem politischer Druck in die Sache gekommen ist", sagte der Anwalt. Mehmet werde unfair behandelt. "Es wird so getan, als sei er ein Monster", so Benecken.

Ari will bei der Frankfurter Buchmesse seine Autobiografie vorstellen. Er hatte Ende der 1990er Jahre für Aufsehen gesorgt: Noch vor seiner Strafmündigkeit mit 14 Jahren hatte er mehr als 60 Straftaten wie Körperverletzung oder Diebstähle begangen.

Der in München geborene Türke war 1998 ohne seine Eltern ausgewiesen worden, durfte aber wieder zurückkehren. Im Jahr 2005 wurde er wegen neuer Taten zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt, er floh aber in die Türkei.

Für die Präsentation seiner Biographie "Sie nannten mich Mehmet. Geschichte eines Ghettokindes" wollte Mehmet die Frankfurter Buchmesse besuchen.