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Sendling-Westpark:Kaum Entlastung

Die Stadtrats-CSU scheitert mit einem neuen Vorstoß zum Südring

Die Stadt München lehnt einen Autobahn-Südring weiterhin ab. Das hat der Mobilitätsausschuss des Stadtrats am Mittwoch beschlossen - gegen die Stimmen der CSU. Diese hatte beantragt, dass sich die Stadt für den Ringschluss der A 99 im Süden der Stadt einsetzen soll. Im Kommunalwahlkampf hatte die CSU-Oberbürgermeisterkandidatin Kristina Frank eine Tunnellösung propagiert, wofür sie unter anderem vom Bund Naturschutz heftig kritisiert worden war.

Die Christsozialen argumentieren mit der Verkehrsbelastung, die der Südring beheben solle. Auch die Bezirksausschüsse Sendling-Westpark und Aubing-Lochhausen-Langwied sprechen sich für den Autobahn-Ringschluss aus. Die Verwaltung dagegen sieht das völlig anders. Die entlastenden Effekte für das Münchner Hauptverkehrsnetz seien nur gering, heißt es in der Vorlage des Planungsreferats unter Berufung auf die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2010. CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl kritisierte, dass die Verwaltung zwar den Südring ablehne, aber keine Lösung für die bestehenden Verkehrsprobleme anbiete. SPD-Fraktionschef Christian Müller hielt dem entgegen, dass der Ringschluss "sinnfrei" sei, weil er nicht nur keine Entlastung bringe, sondern womöglich sogar noch mehr Autoverkehr in der Stadt erzeuge.

© SZ vom 12.11.2020 / schub
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