Sendling-Westpark:Debattenbeiträge aus der Kachel

Ein bisschen gespenstisch war's schon im Saal des Sozialbürgerhauses an der Meindlstraße am Dienstagabend. Ganze vier Seelen versammelten sich dort leibhaftig zur Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Sendling-Westpark: zwei Stadtteilpolitiker, ein Verwaltungsmitarbeiter und ein interessierter Mensch aus dem Viertel. Alle anderen BA-Mitglieder, 22 an der Zahl, waren per Video zugeschaltet. Und, das ist Premiere in der Stadt, sie durften in der Hybrid-Sitzung erstmals rechtsgültige Beschlüsse fassen. Eine entsprechende Änderung der BA-Satzung hat der Stadtrat beschlossen, sie greift seit dem 1. Juli. "Lief alles gut", sagt Ausschuss-Vorsitzender Günter Keller (SPD) am nächsten Morgen. "Der springende Punkt war, dass die WLAN-Verbindung hält, und die war stabil." Rechtliche Vorgabe ist, dass alle Mitglieder immer sichtbar sind, und das waren sie über die verfügbaren Kacheln auf der von der Stadt genutzten Internetplattform Webex. Weil aber auch nicht mehr Bilderrahmen zur Verfügung standen, konnten sich über diesen Weg keine Bürger dazu klicken. Keller zeigt sich unterm Strich zufrieden: "Wir hatten gute Diskussionen, vergleichbar wie in einer Präsenzsitzung." Damit Gäste sich aber nicht in einer gespenstischen Veranstaltung wähnten, werde wohl die Hälfte der BA-Mitglieder künftig im Tagungsraum erscheinen. Der Rest dann via Bildschirm.

© SZ vom 08.07.2021 / Ands
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