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Sendling:Überraschende Auswahl

Jetzt bekommt auch Sendling eine Sommerstraße, noch dazu eine, mit der kaum jemand gerechnet hatte: die Maronstraße hinter dem Tannengarten. Keinesfalls eine Straße wie die ebenfalls in Sendling für das Projekt vorgeschlagene Daiserstraße mit den mondänen Genossenschafts-Altbauwohnungen, oft erprobt durch das autofreie Daiserstraßenfest. Die Maronstraße ist eher eine unscheinbare Wohnstraße, 167 Meter lang, mit einigen Tiefgarageneinfahrten. Die Entscheidung der Stadt verdutzte einige im Bezirksausschuss (BA), auch weil man die Straße schon wegen der Tiefgaragen nicht für Autos sperren kann. Seitens der Stadt geht es jetzt schnell: Bald sollen die Halteverbotsschilder aufgestellt werden, berichtete Dagmar Irlinger (Grüne), Vorsitzende des Unterausschusses Öffentlicher Raum in der Sitzung des BA Sendling am Montag. Sie freute sich sehr, dass die kleine Straße ausgewählt wurde. Die Lokalpolitiker wollen zur Eröffnung bei einem Rundgang am Dienstag, 11. August, um 18 Uhr erzählen, was sie sich in etwa vorstellen für die Sendlinger Sommerstraße. Bislang ist alles offen. 5000 Euro stellt der BA für das Bespielen und die Möblierung zur Verfügung. Gleich sechs BA-Mitglieder bilden dafür eine Arbeitsgruppe. Die CSU sei großzügig und biete ihren Platz den Grünen an, sagte Andreas Lorenz (CSU). Er hatte sich kürzlich abfällig über Projekte geäußert, die Verkehr aus Straßen heraushalten.

© SZ vom 05.08.2020 / lo

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