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Sendling:Spielplatz zieht um

Neue Fläche am Flaucher-Biergarten wird im Herbst fertig

Von Birgit Lotze, Sendling

Der Flieger-Spielplatz nahe der Brudermühlstraße wird diesen Sommer über abgebaut und soll durch einen neuen Spielplatz neben dem Flaucher-Biergarten ersetzt werden. Der Flieger-Spielplatz gilt als sanierungsbedürftig, es hieß vor Jahren bereits, dass es für den namensgebenden Flieger, eine Metallkonstruktion zum Klettern, keine Ersatzteile mehr gebe. Die Stadt hat sich wegen des Verkehrslärms entschlossen, an dieser Stelle keinen neuen Spielplatz aufzubauen, die Fläche soll renaturiert werden. Die Ankündigung des Baustarts durch das Baureferat wurde vom Sendlinger Bezirksausschuss (BA) mit Freude aufgenommen. Der neue Spielplatz liege mitten im Grünen, in toller Lage und sei vom Konzept her etwas Besonderes, hieß es. Ein kleiner Nachteil: An beiden Flächen, der alten und der neuen, wird gleichzeitig gearbeitet, so dass bis voraussichtlich Oktober einer der größten Spielplätze der Stadt fehlen wird.

Die neue Spielfläche im Landschaftsschutzgebiet soll Seidenspinner-Spielplatz heißen und nimmt damit Bezug auf den ursprünglichen Zweck des Flauchers. Denn was heute als ein kleines Stück natürlicher Wildnis in der Stadt wahrgenommen wird, wurde vor mehr als 200 Jahren zur Zucht der Seidenspinner-Schmetterlingsraupen genutzt. Auf dem Spielplatz soll dies als Motiv in Form von Kletternetzen aufgegriffen werden. Der neue Spielplatz ist laut Plänen des Baureferats "kleinräumig in qualitätvolle Spielräume für alle Alters- und Nutzergruppen" unterteilt. Die Kletteranlage steht im Zentrum, umgeben von einem Fitness- und Balancierbereich im Süden und einer Trampolinstrecke und einer überhohen Schaukel im Osten. In der Nordecke des Seidenspinner-Spielplatzes wird eine Spielzone vor allem für kleinere Kinder eingerichtet. "Neben freiem Spiel mit Naturmaterialien wird hier das Spiel mit Sand und Wasser angeregt", formuliert man im Baureferat. Dort hat man auch an die Begleitpersonen gedacht. Es sollen "Bank-Tisch-Kombinationen" platziert, überdachte Sitzplätze, Kommunikations- und Ruhezonen eingerichtet werden. Die Stadt hat rund 1,4 Millionen Euro für das komplette Projekt eingeplant.

Das Einzige, was dem BA negativ auffiel: Eine große Einweihung im Oktober ist nicht vorgesehen, coronabedingt, vermuteten die Lokalpolitiker in der Sitzung am Montag. Sie wollen sich angesichts der Besonderheit des Spielplatzes nun darum kümmern. Schließlich haben auch Kinder und Jugendliche seit 2017 in Workshops am Konzept mitgewirkt.

© SZ vom 14.04.2021
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