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Sendling:SPD-Fraktion regelt Nachfolge Ernst Dills

Ernst Dill, der kämpferische und durchsetzungsstarke Fraktionssprecher der SPD im Bezirksausschuss Sendling, ein Anwalt der Mieter und sozial Schwächeren, ist Anfang Dezember unerwartet verstorben. Die Sendlinger SPD ist nun dabei, die Aufgaben, die er übernommen hatte, auf mehrere Schultern zu verteilen. Demnach soll Louisa Pehle, die stellvertretende SPD-Vorsitzende in Sendling, die 2014 mit 28 Jahren erstmals in den BA gewählt wurde, im März den Vorsitz der Fraktion übernehmen. Louisa Pehle war mehrere Jahre Vizevorsitzende der Jusos München, ihr liegen die Themen Sozialpolitik und öffentlicher Raum am Herzen.

Mieterbeauftragter Philip Fickel, der derzeit kommissarisch für die SPD-Fraktion spricht, hat Dills Nachfolge als Vorsitzender des Unterausschusses Planen, Bauen und Wohnen angetreten. Sein Ziel in aller Kürze: "Wohnraum erhalten, Wohnraum schaffen - am besten in öffentlicher Hand, Denkmalschutz weiter denken und hierbei sorgen, dass Sendling weiterhin ein schönes, lebenswertes Viertel bleibt."

Ute Rosner-Grages ist für Ernst Dill als BA-Mitglied nachgerückt. Sie wurde in ihrer Antrittssitzung einstimmig von allen Fraktionen zur Seniorenbeauftragten des Sendlinger BA gewählt. Ute Rosner-Grages ist mit 72 Jahren älter als Pehle und Fickel zusammen, sie bringt viel Erfahrung mit und gilt als gut vernetzt. Sie ist seit vielen Jahren engagiert im Kirchenvorstand der Himmelfahrtsgemeinde und sehr aktiv in der Flüchtlingshilfe, auch im BA war sie einige Jahre vertreten. "Mit ihr ist die SPD-Fraktion wieder vollzählig", kommentierte Markus Lutz, Vorsitzender der SPD Sendling und Chef des Sendlinger Bezirksausschusses, sichtlich erleichtert nach der Wahl in der Sitzung. Die soziale Gestaltung des Stadtbezirks könne man jetzt "wieder mit voller Kraft umsetzen".

© SZ vom 09.02.2021 / lo
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