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Sendling:Mit dem 135er zum Konzert

Zusätzlichen Bus-Anschluss für Gasteig-Ausweichquartier gefordert

Noch heißt es nur, eine gute Anbindung des Gasteigs ans öffentliche Verkehrsnetz sei gesichert, wenn das Kulturzentrum nächstes Jahr ins Ausweichquartier an der Brudermühlbrücke zieht. Fakt ist allerdings, dass die Ecke um den Flaucher unterversorgt ist, was Busse, Tram, U- und S-Bahn angeht. Täglich sollen mehr als tausend Fußgänger das Kulturzentrum ansteuern, der U-Bahnhof Brudermühlstraße ist mehrere hundert Meter entfernt. Manuela Olhausen, die für die CSU sowohl im Stadtrat als auch im Bezirksausschuss (BA) sitzt, hat deshalb bei OB Dieter Reiter (SPD) einen Antrag gestellt, nach dem die Buslinie 135, die bislang zwischen Solln und Tierpark verkehrt, bis zum neuen Gasteig verlängert werden soll. Das geht auf eine Idee der SPD im BA zurück, sie hat die einhellige Zustimmung aller Sendlinger Stadtviertelpolitiker gefunden.

Der 135er-Busanschluss allein würde nach Meinung des BA für die Besucher des Interimsquartiers freilich nicht ausreichen. Doch er würde die Unterversorgung an öffentlichen Verkehrsmitteln im Bereich Schäftlarnstraße beheben und damit auch dem Gasteig-Interim helfen, sagt BA-Vorsitzender Markus Lutz (SPD). Auch für eine neue Großmarkthalle, die unweit des Gasteig-Interims gebaut werden soll, wäre diese Linie sinnvoll. Wichtig sei zudem eine engere Taktung der Busse 54 und X30 bis in den späten Abend. Der Sendlinger BA hatte bereits vor mehr als zwei Jahren auf ein Verkehrskonzept für die Gegend rund um das Gasteig-Ausweichquartier gedrängt. In Teilen liegt dies vor: Die Markthallen haben Parkplätze für die Besucher zugesichert, auch Fahrradabstellplätze sollen zur Verfügung gestellt werden. Unklar bliebt, wie die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel ohne weite Fußwege oder Wartezeiten zum Konzert oder in die Bibliothek kommen.

© SZ vom 26.02.2020 / lo
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