bedeckt München 14°

Sendling:Indoor statt Outdoor

Für die neu geplante Boulderhalle liegt ein Kompromissvorschlag vor

Bei der Planung für eine neue Boulderhalle im Kletterzentrum Thalkirchen stoßen derzeit alle auf Granit: Der Deutsche Alpenverein (DAV), einer der größten Vereine Münchens, will sie unbedingt, der Bezirksausschuss (BA) Sendling hält dagegen, denn der Neubau ist mitten in einer Frischluftschneise geplant. Außerdem ist das Viertel stark durch den Park-Such-Verkehr belastet. Die Stadtrats-SPD hat dazu am Dienstag einen Vorschlag gemacht. Dieser gehe auf die Anliegen aller Seiten ein, findet Pressesprecher Christian Pfaffinger. Nach dem Plan wird die Größe der Boulderhalle "deutlich reduziert", überbaut werde nur der versiegelte Teil, also die Außenanlage mit dem "Schrein". Grünbestand werde nicht angegriffen und der Grünzug offengehalten. Auch solle der DAV ein Konzept vorlegen, wie er seine Parkplätze vor dem Zentrum effektiver nutzen will. "Unser Ziel ist, dass das Vorhaben mit dieser gemeinsamen Lösung bald realisiert werden kann", sagt die stellvertretende sportpolitische Sprecherin Kathrin Abele. Der Vorsitzende des Sendlinger BA, Markus Lutz, selbst SPD-Mitglied, kündigt an, dass das Gremium den Lösungsvorschlag genau anschauen werde. Der Erhalt der Frischluftschneise und ein stringentes Verkehrskonzept seien wichtig. Man werde "wohlwollend" prüfen.

© SZ vom 05.02.2020 / lo
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema