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Sendling:Grüninseln statt Parkraum

Lokalpolitiker wollen jeden zehnten Stellplatz umwandeln

Von Birgit Lotze, Sendling

Mehr Bäume in Sendling hat eine große Mehrheit im Bezirksausschuss (BA) gefordert. Der Stadtverwaltung wurden drei Straßen genannt, wo bislang wenig wächst, sie soll prüfen, ob dort "Straßenbegleitgrün in Form von Bäumen und Sträuchern" umsetzbar ist. Konkret geht es im Antrag der Grünen um die Lindenschmitstraße zwischen Dankl- und Aberlestraße, um die Danklstraße zwischen Alram- und Valleystraße und die Meindlstraße zwischen Lindenschmit- und Albert-Roßhaupter-Straße. Ziel sei, etwa jeden zehnten Parkplatz in einen grünen Bereich mit Baum und Sträuchern zu verwandeln.

Würde ein Baum zu viel Schatten werfen, solle man auf Sträucher und Wildblumen - eventuell auch in Hochbeeten - zurückgreifen, heißt es in dem Antrag. Wo mehrere Grünflächen umsetzbar seien, sei darauf zu achten, möglichst verschiedene Baum- und Straucharten zu verwenden.

Bäume seien hervorragend für den Klimaschutz, begründeten die Grünen ihren Antrag. Neben der Sauerstoffproduktion verwerteten sie das Treibhausgas Kohlendioxid, filterten Fein- und Grobstäube und Stickoxide aus der Luft. Sie beschatteten Straßen oder Hausfassaden und hielten die Lufttemperatur in deren Umgebung niedriger. Zudem schwächten Bäume und Sträucher Lärm ab.

© SZ vom 11.11.2020
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