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Sendling:Adieu Tristesse

Herzog-Ernst-Platz soll noch einmal umgestaltet werden

Von Birgit Lotze, Sendling

Der Bezirksausschuss (BA) Sendling fordert, dass der Herzog-Ernst-Platz so umgestaltet wird, dass die Nachbarschaft ihn als attraktiven Quartiersplatz nutzen kann. Der Platz sei trist, auch von den Farben her, "einzig der Christbaum im Winter verleiht dem Platz etwas Attraktivität", hatte der Vorsitzende Markus Lutz (SPD) im Sommer in einer Sitzung gesagt. Jetzt haben Grüne und SPD einen Antrag dazu formuliert. Danach soll sich die Neugestaltung auch an der hohen Bebauung der GWG an der Ecke Radlkoferstraße und Pfeuferstraße orientieren - die Neubauten sollen in etwa zwei Jahren fertig werden - und sich besser an das Straßen- und Wegesystem anpassen.

Dafür soll die Busspur auf die Radlkoferstraße verlegt und die Haltestelle mehr auf die Straße verschoben werden, damit die Platzfläche größer und zusätzlich die Buslinie beschleunigt wird. Die derzeit platzdominierende Stahl-Pergola, die viele als ungemütlich betrachten, soll entfernt und durch moderne Sitzgelegenheiten ersetzt werden. Auch Pflanzentröge und kleine Rasenflächen können sich die Mitglieder des Bezirksausschusses dort vorstellen, ein Workshop solle dafür ein passendes Konzept erstellen.

Zur stark frequentierten Radlkoferstraße wünschen sich die Stadtteilpolitiker einen kleinen Brunnen, der auch - ähnlich wie der am Harras - als "Barriere" gegen den lauten Verkehr dienen soll. Auch das Stromhäuschen würden sie am liebsten auf der Stelle los: Es müsse versetzt oder zumindest mit bunten Farben attraktiver gemacht werden. Der Boden, bislang ist er eher sandig, soll anders gestaltet werden, eventuell mit Stein- und Grasflächen.

2006/2007 wurde der Herzog-Ernst-Platz durch das Baureferat schon einmal umgebaut und erneuert. Das Konzept habe jedoch nicht funktioniert, begründete Lutz seinen Vorstoß. Der Platz werde nach wie vor nicht genutzt. Im Hinblick auf die vielen neuen Anwohner an dieser Ecke sei es wichtig, dass ein neuer Quartiersplatz entstehe.

© SZ vom 16.10.2020

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