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Semesterbeginn in München:Komm, Lady Gaga, lass uns segeln gehen

Von wilden Partys über Badestrände bis zum idealen Platz für Dates: Zum Semesterbeginn haben wir die besten Tipps für Studenten zusammengetragen.

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Unterwasserhockey

Quelle: oh

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An diesem Montag beginnt das Semester. Tausende Studenten drängen an Bayerns Unis. Doch bange muss den Erstsemestern in München nicht sein. Die Süddeutsche Zeitung hat für sie viele Tipps zusammengetragen: Wo es sich an den Uni-Standorten in München, Garching und Freising gut lernen lässt - und auch, wo es sich gut leben lässt.

Segeln für ein paar Euro

Viel Sport für wenig Geld bietet das Programm des ZHS (Zentraler Hochschulsport). Angeboten werden nicht nur Sport-Klassiker wie Basketball oder Boxen, sondern auch ausgefallenere Körperertüchtigungen wie Fechten, Freestyle Akrobatik, Einradfahren oder Unterwasserhockey. Im Sommer kann man hier Segelkurse belegen und im Winter seine Snowboard-Technik verfeinern. Günstig ist es außerdem: Pro Semester bezahlt man je nach Sportart 7,50 bis 30 Euro. Ein Problem: Der Andrang bei der Ausgabe der Sportmarken ist groß. Tipp: Um Wartezeiten zu vermeiden, besser die Marken online buchen: www.zhs-muenchen.de.

Haushaltswarenladen Suckfüll in München, 2009

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Der Laden, der alles hat

Wenn der Jung-Student erstmals den Boden seines WG-Zimmers schrubben will, wird ihm plötzlich bewusst: Er kann nicht einfach in Mamas Abstellkammer nach dem Wischer greifen. Für solche Notlagen gibt es den Laden Suckfüll in der Türkenstraße 31, ganz in Uninähe. Ob Backform, Bügeleisen oder Briefkasten: "Hat alles und noch viel mehr"-Suckfüll führt mit Sicherheit im Sortiment, was der Erstsemester für seine WG braucht - auch einen Wischer.

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Quelle: Ulla Baumgart

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Kicken in Garchosibirsk

Nicht umsonst sprechen die Studenten gern von Garchosibirsk, wenn sie ihren beschreiben sollen, wie es so ist in der Uni. Der TU-Campus in Garching liegt ziemlich isoliert in der Landschaft und biete wenig Abwechslung. Immerhin, es gibt Fußball- und Beachvolleyballplätze, auf denen man sich die Zeit vertreiben kann. Und es gibt die von Studenten betriebene Campus-Kneipe, zu empfehlen sind die Kino- und Quizabende.

Staatsoper spielt den ´Ring" und fährt zum Papst

Quelle: dpa

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Billig in die Oper

Für immatrikulierte Opernfans ist München ein gutes Pflaster. Sind an der Abendkasse Restkarten für eine Vorstellung übrig, zahlen Studenten lediglich zehn Euro - egal ob Stehplatz oder erste Reihe, direkt neben dem Uni-Präsidenten. Studenten können sich zudem für 20 Euro die Karte "Junges Publikum" kaufen und dann eine Saison lang ganz regulär zu Beginn des Vorverkaufs Karten für die meisten Aufführungen erstehen, Kosten dafür: acht Euro.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Jobs für Tagelöhner

Wer knapp bei Kasse ist und schnell einen Tagesjob braucht, kann beim Job-Center auf der Neuen Messe, Willy-Brandt-Allee 9 (Tel. 94924990) einen Messejob ergattern, oder beim Job-Center Großmarkt, Schäftlarnstr. 6 (Tel. 53098070) eine Beschäftigung in oder um die Großmarkthalle finden. Wer sich nicht als Tagelöhner verdingen will, sondern eher auf langfristige Einnahmequellen setzt, ist bei "Student und Arbeitsmarkt" an der Uni gut aufgehoben.

Sony Transistorradio

Quelle: Foto: Sony Europe Limited

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Ein Licht in der Düsternis

Die Münchner Radiolandschaft ist für Freunde von Pop mit ein bisschen Anspruch ein Tal der Düsternis, eine einsame Quelle des Lichts ist das abwechslungsreiche Studentenradio M94,5. Und wer seine Lieblingssongs on air bringen will: Mitmachen ist erwünscht, hier haben schon einige Radiokarrieren ihren Anfang genommen. Am 20. Oktober um 18 Uhr ist ein erstes Treffen im LMU-Hauptgebäude, Raum E 216.

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Quelle: Robert Haas

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Zu Füßen einer großen Dame

Schönes Wetter und keine Lust nach Hause zu gehen? Einer der schönsten Plätze für nächtliches Herumhängen ist die Bavaria an der Theresienhöhe. Während zur Wiesn-Zeit der Rummel unerträglich ist, kann man das restliche Jahr über auf den Stufen zur Statue einen herrlichen Blick über München genießen. Auch für ein romantisches Date ist der Platz ideal. Und: In der benachbarten Fußgängerunterführung finden am Wochenende manchmal spontane Partys statt.

Schlüsselübergabe

Quelle: iStockphoto

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WG während der Wiesn vermieten

Die erste Miete ist überwiesen, das Konto leer. Wer jetzt spart, macht sich das Leben unnötig schwer. Besser ist es, in einer der Wohnungsbörsen zu inserieren - und zwar ein Angebot zur Zwischenmiete vom 17. September bis zum 3. Oktober 2011. Denn dann ist Oktoberfest, die Stadt spielt verrückt, und Touristen sind bereit, astronomische Summen für irgendeine Bleibe zu bezahlen. Man sollte allerdings darauf achten, dass der angekündigte 19-jährige Australier nicht plötzlich zehn neue beste Freunde im Schlepptau hat, denn dann braucht der Kurzzeit-Vermieter möglicherweise nach der Wiesn selbst ein neues Zimmer.

Badende im Eisbach in München, 2009

Quelle: Catherina Hess

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Triefend in die Tram

Das Beste am Studieren ist, dass man sich an heißen Tagen selbst hitzefrei geben kann. Dann muss es ja nicht gleich der Starnberger See sein, der Eisbach im Englischen Garten tut's auch. Mutige schwimmen die "große Runde", sie springen also beim Haus der Kunst ins Wasser und lassen sich bis zur Max-Joseph-Brücke treiben. Dann steigen sie an der Haltestelle Paradiesstraße triefend in die Tramlinie 17 und lassen sich zurück zur Prinzregentenstraße fahren. Tipp: Bei Youtube "Eisbach" und "Tram" eingeben

100 Jahre Grünwalder Stadion

Quelle: dpa

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Hochamt der Fußballkultur

Klar, München hat eines der modernsten Fußballstadien der Welt. Aber die Arena ist nicht der richtige Ort, um zu schmecken, zu riechen, um zu hören, kurz: um zu fühlen, was Fußball für München bedeutet. An Karten für Bayernspiele in der Arena zu kommen, ist für Normalsterbliche fast unmöglich. Und 1860? Nun ja, die Heimspiele der Löwen sind meist traurige Veranstaltungen. Die Alternative ist das Grünwalder Stadion, die Wiege beider Vereine, heute spielen dort die zweiten Mannschaften von Rot und Blau. Der Eintritt ist fast geschenkt, und ein harter Kern an Fans macht aus jedem Spiel ein Hochamt der Fußballkultur.

Luftiger Treffpunkt

Quelle: dpa

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Ein bisschen Großstadtromantik

Das Tagewerk ist vollbracht, die Schatten draußen sind schon lang. Ein guter Moment für Großstadtromantik an der Hackerbrücke. Wer nach einem Sonnenuntergang über dem Gleisbett kein Fernweh hat, wird nie mehr verreisen.

Studenten vor der LMU, 2008

Quelle: Stephan Rumpf

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Der Tanz im Brunnen

Endlich die Hausarbeit abgegeben oder eine angenehme WG gefunden? Ein Freudentanz im Brunnen vor klassizistischer Kulisse - ob vor dem LMU-Hauptgebäude oder gegenüber am Professor-Huber-Platz - bildet oft den Höhepunkt einer Freudennacht. Aber Vorsicht: In den Becken liegen öfters Scherben.

Die lange Nacht der Universität in München, 2011

Quelle: Robert Haas

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Lieben im Namen des Humanisten

An Fremdsprachen interessiert? Auch noch Single? Dann willkommen im Erasmus-Kosmos. Im Namen des großen Humanisten aus Rotterdam finanziert die EU ein Partnervermittlungsprogramm, das es Studenten ermöglicht, wertvolle Auslandserfahrungen zu sammeln. Und München ist für Soledad aus Spanien, Dag aus Dänemark oder Laima aus Litauen natürlich ein reizvolles Ziel. Es gibt viele Möglichkeiten, mit Erasmus-Studenten in Kontakt zu kommen, die unzähligen Erasmus-Partys natürlich (siehe Aushänge), aber auch die Mentorenprogramme (siehe Aushänge). Und es gibt mit Sicherheit keine angenehmere Art, Spanisch, Dänisch oder Litauisch zu lernen als im Namen von Erasmus.

Sommerfrische

Quelle: Timeline Images

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Strand mit Exklusivzugang

Wer sich einmal fühlen möchte wie ein betuchter Starnberger mit eigenem Seegrundstück, sollte sich ebenfalls eine ZHS-Marke besorgen. Damit erhält man Gratis-Eintritt zum Wassersportplatz in Starnberg, Unterer Seeweg 5. Auf dem Gelände finden nicht nur die Segel- und Windsurfkurse des ZHS statt, die große Liegewiese mit Steg ist auch bestens für Badeausflüge geeignet.

Bar

Quelle: online.sdeleben

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Party im Haus der Schmerzen

Hohenbachern liegt zehn Radminuten vom Freisinger Unicampus entfernt. Dort lebt eine 17er-WG, die regelmäßig in ihrem - so nennen sie es selbst - "House of Pain"-Partys veranstaltet. Klingt wild, ist auch wild, das nächste Mal am 11. Mai in der Ortsstraße 19.

© sueddeutsche.de/Anna Günther, Sebastian Krass, Lisa Sonnabend und Beate Wild
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