Seligsprechungsverfahren für Alfred DelpEin Münchner Jesuitenpater, der gegen die Nazis kämpfte

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Pater Alfred Delp als Angeklagter vor dem Volksgerichtshof: Am 11. Januar 1945 wird der Jesuit wegen Hoch- und Landesverrats zum Tode verurteilt.
Pater Alfred Delp als Angeklagter vor dem Volksgerichtshof: Am 11. Januar 1945 wird der Jesuit wegen Hoch- und Landesverrats zum Tode verurteilt. (Foto: SZ Photo)

Alfred Delp wurde gedemütigt und hingerichtet: Jetzt eröffnet die katholische Kirche ein Seligsprechungsverfahren für den christlichen Widerstandskämpfer. Das letzte Wort hat der Papst.

Von Andrea Schlaier

Es war eine letzte Demütigung des NS-Regimes: Alfred Delp sollte nach seiner Hinrichtung am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee nicht in einem Grab die letzte Ruhe finden. „Reichsführer SS“ Heinrich Himmler hatte angeordnet, die Asche des 37 Jahre alten Münchner Jesuitenpaters und Mitglieds der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis über den Berliner Rieselfeldern zu verstreuen – dort, wo das Abwasser der Stadt gereinigt wurde. 81 Jahre später, am 2. Februar 2026, wird Kardinal Reinhard Marx in einem feierlichen Gottesdienst zu Mariä Lichtmess im Münchner Dom das Seligsprechungsverfahren für Pater Alfred Delp eröffnen.

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