Seehaus Bis zum letzten Sonnenstrahl

Am Seehaus lässt sich die Abendsonne besonders schön genießen.

(Foto: dpa)

Nicht gerade günstig aber mit Seeblick: Der Biergarten am Seehaus ist immer gut besucht - sogar im Winter.

Von Silke Breimaier

Es gibt wahrscheinlich nur wenige Münchner, die noch nie im Seehaus am Kleinhesseloher See waren. Am Ende eines Spaziergangs durch den Englischen Garten ist der Biergarten eine beliebte Anlaufstelle.

Cliquen, Kollegen und junge Familien sitzen an den Tischen - mit einer leichten Tendenz zu Polohemden, Longchamp-Täschchen und großen Sonnenbrillen. Der Ruf, das Seehaus sei der Treffpunkt im Freien von Münchens Schickeria, bestätigt sich jedoch nur teilweise.

Bis zum letzten Sonnenstrahl

mehr...

Die Speisekarte des Biergartens ist groß, sie reicht von Pommes Frites (3,70 Euro) und Currywurst (3,90 Euro) bis zu halbem Hendl (6,90 Euro) und Spare-Ribs (10,80 Euro). Wir essen eine Portion Obazda (5,90 Euro) mit Riesenbreze (3,80 Euro) - ein saftiger Preis, aber die Brotzeit reicht für zwei. Der Obazda ist sehr cremig und und mild gewürzt. Wir trinken dazu eine Apfelsaftschorle (0,5l, 4 Euro) und ein Weißbier (0,5l, 4 Euro).

Das Bier kommt von der Paulaner Brauerei, die Maß kostet 7,40 Euro. Wem eine Maß zu viel ist, kann sein Bier auch im Halbliter-Krug (4 Euro) genießen. Das widerspricht zwar einer Münchner Biergarten-Tradition, findet aber im Seehaus großen Anklang.

Natürlich darf man auch ins Seehaus seine eigene Brotzeit mitbringen und vereinzelt sieht man auch reichlich bestückte Picknick-Körbe, aber die meisten kaufen sich das Essen im Biegarten. Es gibt sogar einen Bereich, in dem man am Tisch bedient wird. Dort darf man dann natürlich keine eigenen Lebensmittel auspacken.

Weißbier auch im Winter

Das Seehaus bietet rund 2.500 Menschen Platz. Man sitzt unter Bäumen oder direkt am Ufer des Kleinhesseloher Sees, was einem an sonnigen Tagen schnell eine zarte Bräune - oder Röte - ins Gesicht zaubert.

Wer keine Menschenansammlungen mag, sollte das Seehaus lieber meiden. Am Wochenende ist es hier bei schönem Wetter sehr voll. Ein Tisch am Seeufer ist meist nicht mehr zu ergattern und man schiebt sich mehr durch die Gänge, als dass man geht.

Unter Umständen kann einem das auch im Winter passieren, denn der geschäftstüchtige Wirt öffnet seinen Biergarten, sobald die Sonne herauskommt - auch wenn man das Weißbier in Dauenjacke und Schal genießen muss. Egal ob November oder Februar.

Der Biergarten in Kürze:

Sitzplätze: 2.500 Selbstbedienung, ca. 350 mit Bedienung Kinderspielplatz: ja Bier: Paulaner Hinkommen: U3, U6 (Hst. Münchner Freiheit), Umit dem Rad durch den Englischen Garten