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Schweine:Saulaufen

Sabine Eitel, 51, stammt aus der Schweiz und machte eine Banklehre. Ein Besuch in Hellabrunn änderte alles. Seit 1992 ist sie nun im Münchner Zoo.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Warum Sabine Eitel von der Bank in den Tierpark wechselte

Wenn es zu anstrengend wird, hat Sabine Eitel, 51, für die Kunekune, eine neuseeländische Schweinerasse, auch Anti-Stress-Bälle, zumindest ist im Lager ein Karton mit ebendieser Aufschrift im Regal. Wobei Eitel beim Training Bälle ohnehin einsetzt. Lilli und Ida, mit denen trainiert wird, reagieren auf "Sitz!", geben die Pfote oder das Ohr. Das zum Beispiel wird demnächst wichtig, wenn den Tieren die Ohrmarken entfernt werden sollen. Bei "down" legen sich die Kunekune auf den Bauch. Warum? Weil sie permanent mit Karottenstücken belohnt werden. Seit 1992 ist Eitel im Zoo. Dorthin kam sie nach einem Praktikum mit 23. Davor hatte sie eine Banklehre gemacht, allerdings war es nach einem Zoo-Besuch um sie geschehen. Statt um Aktien-Fonds ging es dann ums Ausmisten. Dafür kann sie jederzeit mit Kunekune Lilli Gassi gehen. Das hält fit, die Tiere ziehen einen mit ihren 45 Kilo schon ordentlich durch die Gegend.

© SZ vom 07.05.2019 / cro

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