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Schwanthalerhöhe:Unterwegs lernen

QR-Code soll Kulturgeschichtspfad mit dem Internet verknüpfen

Von Andrea Schlaier, Schwanthalerhöhe

Es ist mehr eine Beschilderung für Liebhaber, die sich ganz gezielt auf den Weg machen, kulturell relevanten Spuren eines Stadtviertels zu folgen. Andere übersehen die schwarzen Täfelchen schlichtweg, so klein sind sie mit ihrem Vermerk "Kulturgeschichtspfad"; und doch sollen sie zu bedeutenden Bauwerken, geschichtsträchtigen Plätzen, Wohnungen und Wirkungsstätten bemerkenswerter Persönlichkeiten eines Quartiers führen. Auf Initiative der Grünen-Fraktion im Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe fordert das gesamte Gremium die Stadt einstimmig auf, die Schilder in der Schwanthalerhöhe mit einem QR-Code zu versehen. Auf diese Weise könnten die Informationen über entsprechende Sehenswürdigkeiten im Internet verlinkt werden. "Die Schilder", so die Kritik der Antragsteller, "verweisen einfach auf den Pfad selbst, geben jedoch keine Anhaltspunkte, worum es überhaupt geht". Auch nicht darüber, um welchen Teil der gedruckten kleinen Kulturgeschichtspfad-Broschüren es sich handele. Problemlos sei eine Verlinkung zu Internet-Informationen mithilfe des Smartphones über QR-Codes möglich. "Dies würde die Attraktivität des Stadtteilspaziergangs erhöhen und Informationen direkt vor Ort zugänglich machen, ohne dass die Broschüre mitgenommen oder erst besorgt werden müsste." Deshalb, so der Vorschlag, sollten die Hinweisschilder neu mit QR-Code gestaltet werden, der direkt auf die entsprechende Seite der Broschüre verlinke und auf die nächstgelegenen Stationen verweise. Langfristig, so die Idee der Grünen, könnten auch unter anderem Infos speziell für Kinder zusammengestellt werden.

© SZ vom 14.07.2020

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