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Schwanthalerhöhe:Nachfolge geregelt

Ein paar Stunden zuvor erst ist Willy Mundigl zu Grabe getragen worden; der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bezirksausschuss (BA) Schwanthalerhöhe war Anfang Mai völlig überraschend mit 66 Jahren gestorben. Am Dienstagabend dann mussten seine politischen Weggefährtinnen und Weggefährten das Leben weiterdrehen: Sie bestimmten in ihrer Sitzung Holger Henkel zu Mundigls Nachfolger. Der 46 Jahre alte Rechtsanwalt, Vater von drei Kindern, war bereits als Nachrücker von 2015 bis zur Wahl 2020 im Gremium. Bei der Kommunalwahl 2020 belegte er Rang vier seiner Partei, an sich ein sicherer Listenplatz - wäre die SPD in der Schwanthalerhöhe in der Gunst der Wählerinnen und Wähler nicht so gewaltig abgestürzt. Henkel, der seit 1998 in der Schwanthalerhöhe lebt, ist Mundigl auch als Vorsitzender des Unterausschusses Bauen, Planen, Wohnungsbau, Gewerbe nachgefolgt, "aufgrund meines Jobs bin ich mit Bauthemen vertraut", so Henkel. Die Kolleginnen und Kollegen wählten ihn mit einer ungültigen und einer Gegenstimme. Den SPD-Fraktionsvorsitz übernimmt Ulrike Boesser, stellvertretende BA-Vorsitzende und ehemalige Stadträtin für die SPD. Nachrücker im Amt des Mieterbeirats der Stadt, Mundigl war bis zu seinem Tod stellvertretender Vorsitzender des Gremiums, ist sein Sohn Martin, der in der vergangenen Amtsperiode ebenfalls im BA saß. Martin Mundigl war für den Abend am Tag der Beerdigung seines Vaters entschuldigt. Er stellt sich dem Gremium in dessen Juli-Sitzung vor.

© SZ vom 17.06.2021 / Ands
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