Schwabing Zu viel los hier

Aus gutem Grund: Vor Einrichtungen wie Altenheimen oder Kitas gilt zunehmend Tempo 30.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Veto gegen Tempo 30 an Belgrad- und Schleißheimer Straße

Sie sollen die Stadt sicherer machen: Tempo-30-Schilder vor Schulen, Kindertagesstätten, Spielplätzen, Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen. Seit eine vor zwei Jahren in Kraft getretene Gesetzesnovelle erlaubt, auch auf Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern einzuführen. Und da der Stadtrat beschlossen hat, diese Neuerung zugunsten besonders gefährdeter Bereiche zu nutzen, nimmt die Zahl der 30-er Schilder in ganz München zu. Dabei prüft das Kreisverwaltungsreferat (KVR) jeden Fall einzeln, etwa um stark befahrene Straßen von der Regelung auszunehmen oder zu verhindern, dass Autofahrer Schleichwege nehmen.

Nicht immer aber sind die Bezirksausschüsse mit den Vorschlägen der Verkehrsbehörde einverstanden - wie jetzt im westlichen Schwabing. Das KVR hatte geplant, Tempo-30-Schilder vor dem Kindergarten und dem Spielplatz an der Belgradstraße 169 sowie vor der Kinderkrippe an der Schleißheimer Straße 224 anzubringen. Doch die Lokalpolitiker sind dagegen: Sie halten die Geschwindigkeitsbegrenzungen in diesen Hauptverkehrsachsen nicht für angebracht. Beide Straßen sind zentrale Einfallschneisen in Richtung Innenstadt. Außerdem, so die Bürgervertreter, machten die kurzen Abschnitte, in denen langsamer gefahren werde, auch ökologisch keinen Sinn - angesichts des Brems- und anschließenden Beschleunigungsvorgangs.