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Schwabing/Oberföhring:Leichter leben lernen

Ernst-Barlach-Schulen 50 Jähriges Jubiläum

Kinder mit und ohne Behinderung werden in den Schulen und Kindertagesstätten der Stiftung Pfennigparade betreut, im Bild ein Blick in die Eingangshalle der Ernst-Barlach-Schulen beim 50. Jubiläum.

(Foto: Corinna Guthknecht)

Schulen der Pfennigparade öffnen ihre Türen diesmal digital

Noch nicht einmal eineinhalb Jahre ist es her, da feierten die Schulen der Stiftung Pfennigparade ihr 50-jähriges Bestehen. Der erste Schulbau an der Barlachstraße öffnete im September 1969 seine Pforten. 32 schwerstbehinderte Kinder aller Alters- und Leistungsstufen füllten damals die beiden Klassenräume: Contergan-geschädigte Schüler, aber auch Mädchen und Jungen, die beatmet werden mussten.

Nun, unter dem Eindruck von Corona, gibt es wieder ganz eigene Herausforderungen, mitunter ganz pragmatische. So können sich die Schulen mit ihrem ganz speziellen Angebot, das sich seit 1980 auch an Jugendliche ohne Behinderung richtet, derzeit nicht wie sonst üblich vorstellen. Unter dem Motto "leichter leben lernen" laden die inklusiven Schulen und Kinderhäuser der Pfennigparade deshalb am kommenden Samstag, 30. Januar, zu einem digitalen Tag der offenen Tür.

Die Ernst-Barlach-Schulen sowie die Phoenix-Schulen und Kindertagesstätten präsentieren sich von 10 bis 14 Uhr mit einem Online-Programm. Die Veranstaltung bietet Einblicke in die Lern- und Fördermöglichkeiten der unterschiedlichen Einrichtungen der Pfennigparade. Neben den inklusiven Schulen stellen sich auch die inklusiven und konduktiven Kinderhäuser aus den Münchner Stadtteilen vor, in denen die Einrichtungen ansässig sind. Vorträge und Beratungsangebote der Heilpädagogischen Tagesstätten, der Wohngruppen für Schülerinnen und Schüler sowie der Therapeutenteams sind ebenfalls Bestandteil des Programms.

Die Agenda mit detaillierter Beschreibung der Fachvorträge und der einzelnen Programmpunkte geben die beiden Schulen auf ihren Webseiten unter http://ebs-m.org/ und http://www.phoenix-kf.de/ bekannt. Für Eltern, Fachleute, Studierende, Bewerber und alle weiteren Interessenten gibt es zudem die Möglichkeit, über eine Telefon-Hotline und zum Teil in Chat-Räumen Fragen zu stellen und mit Verantwortlichen zu sprechen.

© SZ vom 27.01.2021 / gsv
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