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Schwabing/Nymphenburg:Energietankstellen

Inge Schulz

"Ein Bild zu kreieren", sagt Inge Schulz, "ist für mich wie die Luft zum Atmen."

(Foto: Privat)

Malerei von Inge Schulz im Geranienhaus

Von Ellen Draxel, Schwabing/Nymphenburg

Inge Schulz liebt leuchtende Farben. Die Landschaften und Meeresbilder, die sie malt, wirken so lebendig, dass man das Wasser darin förmlich plätschern hört. Farben sind für die Künstlerin "Energietankstellen": Sie wirken "magisch, rufen Emotionen hervor und beeinflussen uns in unserem Tun", ist die 57-Jährige überzeugt.

Gerne gemalt hat Inge Schulz schon immer, anfänglich war die Kunst allerdings nur ein Hobby. Die Zeit für mehr fehlte, Familie und das Büro standen im Vordergrund. Inzwischen ist die Schwabingerin Vollblut-Künstlerin: Von 2011 bis 2018 betrieb sie "Münchens kleinste Akademie, den Treffpunkt Kunst", 2013 absolvierte sie eine Feng-Shui-Ausbildung, um sich "immer mehr in die Farben reinzuarbeiten". Erste große Erfolge feierte Schulz dann vor zwei Jahren in Venedig, wo sie am Lido Bilder ausstellte.

Seit einem Jahr betreibt sie nun an der Schwabinger Viktoriastraße ein Atelier und freut sich "jedes Mal, wenn Spaziergänger noch mal umdrehen, weil sie die Bilder genauer betrachten wollen". Auch im Schauraum am Ackermannbogen und im Kunstzelt am Schwabinger Weihnachtsmarkt hat die Malerin bereits einige ihrer Werke gezeigt.

Ihre Technik veränderte Schulz immer wieder, zuletzt nutzte sie eine "Kombination aus Verspachteln und Vermalen". Dass Malerei etwas ist, das aus dem Bauch kommen muss, davon ist die Künstlerin überzeugt. Sie gibt auch Mal-Seminare mit dem Fokus des Farbmischens unter dem Motto "In drei Schritten zum Bild". Und sie organisiert Malreisen in die Toskana oder nach Venedig. "Ein Bild zu kreieren", sagt Inge Schulz, "ist für mich wie die Luft zum Atmen. Es gehört unumwindlich zu meinem Leben dazu."

Wie umfangreich ihr Werk mittlerweile ist, kann die Schwabingerin gar nicht sagen, aber allein im vergangenen Jahr hat sie mindestens 50 Acrylbilder auf Leinwand kreiert. Skizzenbuch-Einträge nicht mitgerechnet. Etwa vierzig ihrer Bilder sind von Donnerstag, 6. August, an im Geranienhaus im Schloss Nymphenburg zu sehen, die Vernissage beginnt um 17 Uhr. Zu erleben ist die Ausstellung bis Dienstag, 11. August, täglich zwischen 13.30 und 18.30 Uhr.

© SZ vom 06.08.2020

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